Tennisturnier in Peking

Nach Kontroverse: US-Tennisstar Gauff prangert Rassismus an

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Beim Turnier in Peking gab es eine Kontroverse um Coco Gauff.

Beim Turnier in Peking gab es eine Kontroverse um Coco Gauff.

Von dpa

US-Tennisstar Coco Gauff hat sich nach einer Kontroverse um eine umstrittene Videoüberprüfung beim Turnier in Peking öffentlich gegen rassistische Kommentare gewehrt. Dabei bekam sie Unterstützung unter anderem von der deutschen Tennis-Ikone Boris Becker.

„Hallo zusammen, ihr könnt mich nicht mögen oder anderer Meinung darüber sein, was passiert ist, ohne dabei rassistisch zu sein. Die Menge an rassistischen Kommentaren und Direktnachrichten, die ich in den letzten Stunden erhalten habe, ist wahnsinnig. Und noch einmal: Ich bin weder ein Betrüger noch ein Dieb“, schrieb die 22-Jährige als Antwort auf einen rassistischen Kommentar bei X.

Becker repostete Gauffs Kommentar und richtete dabei aufbauende Worte an die Weltranglisten-Vierte. „Du bist eine stolze schwarze Frau und wir lieben dich!
Kümmere dich nicht um die Kommentare dieser ignoranten, dummen Leute und schau sie dir nicht an“, schrieb der dreimalige Wimbledongewinner: „Du bist etwas Besonderes und einzigartig! Geh weiter mit hoch erhobenem Kopf! Liebe Grüße von der Familie Becker!“

Coco Gauff (l) gibt Sun Xinran die Hand, nachdem sie gewonnen hat.

Coco Gauff (l) gibt Sun Xinran die Hand, nachdem sie gewonnen hat.

Das war passiert

Vorausgegangen war eine im Internet heftig geführte Diskussion um eine Szene bei Gauffs Drittrundenmatch in Peking gegen die erst 16-jährige Chinesin Sun Xinran. Beim Stand von 4:5 und 15:15 im ersten Satz aus Sicht von Gauff war die Amerikanerin ans Netz gegangen und hatte nach einem schwachen Volley die Hand gehoben, um der Schiedsrichterin zu signalisieren, dass sie von wechselnden LED-Anzeigetafeln an den Seiten des Platzes irritiert worden sei.

Nach einem Videobeweis gab ihr die Schiedsrichterin recht. Gauff konnte den Punkt wiederholen, ihr Aufschlagspiel durchbringen, den ersten Satz und schließlich das Match mit 7:5, 6:1 gewinnen. Bei einem Seitenwechsel sah man die sichtlich bewegte Sun mit den Tränen kämpfen.

Gauff wehrt sich gegen Betrugs-Vorwurf

Gauff wehrte sich öffentlich gegen den Vorwurf, sie habe sich einen Vorteil erschlichen. Sie habe den Regeln entsprechend gehandelt und es am Ende sei die Entscheidung der Schiedsrichterin gewesen, schrieb die zweimalige Grand-Slam-Turniergewinnerin bei Instagram. Die Situation sei bedauerlich, aber es sei seltsam, „dass ich Hass dafür ernte, die Regeln befolgt zu haben“.

Die in Atlanta aufgewachsene Gauff hatte schon in früheren Jahren öffentlich Rassismus kritisiert und diesbezüglich auf Missstände gerade in ihrer Heimat USA hingewiesen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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