Olympische Winterspiele

Olympia-Fehlstart für deutsche Springerinnen - Prevc weint

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Die deutschen Skispringerinnen verpassten die erhoffte Medaille.

Die deutschen Skispringerinnen verpassten die erhoffte Medaille.

Von dpa

Enttäuschung statt Medaillenjubel: Die Skispringerinnen haben das erhoffte erste Edelmetall für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen verfehlt. Selina Freitag steigerte sich im zweiten Durchgang und belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin in Predazzo den siebten Platz.

Zur Olympiasiegerin krönte sich überraschend nicht die Slowenin Nika Prevc, sondern Anna Odine Stroem aus Norwegen. Sie verwies Topfavoritin Prevc mit Sprüngen auf 100 und 101 Meter auf den zweiten Platz. Bronze ging an die Japanerin Nozomi Maruyama.

Reisch sprang als zweitbeste Deutsche auf den neunten Platz. Fahnenträgerin Katharina Schmid landete auf Rang 16. Sie alle waren in einem packenden Kampf um die Podestplätze nur Nebendarstellerinnen.

Selina Freitag (rechts) wurde als beste Deutsche Siebte, Fahnenträgerin Katharina Schmid landete auf Platz 16.
Selina Freitag (rechts) wurde als beste Deutsche Siebte, Fahnenträgerin Katharina Schmid landete auf Platz 16.
Selina Freitag (rechts) wurde als beste Deutsche Siebte, Fahnenträgerin Katharina Schmid landete auf Platz 16.
Die Norwegerin Anna Odine Stroem holte überraschend Gold.
Die Norwegerin Anna Odine Stroem holte überraschend Gold.
Die Norwegerin Anna Odine Stroem holte überraschend Gold.
Immerhin: Selina Freitag steigerte sich im zweiten Durchgang.
Immerhin: Selina Freitag steigerte sich im zweiten Durchgang.
Immerhin: Selina Freitag steigerte sich im zweiten Durchgang.
Nika Prevc war als Topfavoritin gestartet, am Ende gab es Silber.
Nika Prevc war als Topfavoritin gestartet, am Ende gab es Silber.
Nika Prevc war als Topfavoritin gestartet, am Ende gab es Silber.
Katharina Schmid zeigte nicht ihre beste Leistung.
Katharina Schmid zeigte nicht ihre beste Leistung.
Katharina Schmid zeigte nicht ihre beste Leistung.

Bei eisigen Temperaturen an der Schanzenanlage im Val die Fiemme sahen die Zuschauer auf den gut gefüllten Tribünen schon im ersten Durchgang eine spannende Sprungshow. Die lange Wartezeit vor dem großen Finale vertrieben sich einige von ihnen mit einer Polonaise, französische Fans hatten Vuvuzelas dabei. Wegen großer Glätte musste das Olympia-Maskottchen beim Gehen gestützt werden.

Viele Fans waren aus Slowenien vor allem für Prevc gekommen. Sie durften sich zwar über die erste Medaille beim ersten Olympia-Wettkampf der Karriere für die 20-Jährige freuen. Mit dem erhofften Gold wurde es aber nichts, die favorisierte Slowenin war sichtlich enttäuscht.

Die Schwester von Vierschanzentourneesieger Domen Prevc dominiert diesen Winter eigentlich, wie ihr Bruder bei den Männern. Sie gewann in dieser Saison schon 13 Weltcupspringen und liegt im Gesamtweltcup souverän vorne.

Für Stroem war es ebenfalls die erste Olympia-Medaille und dann gleich Gold. Es ist der mit Abstand größte Karriereerfolg der 27-Jährigen.

Die deutschen Springerinnen waren nicht als Topfavoritinnen, aber durchaus mit realistischen Medaillenchancen gestartet. Freitag schaffte es in diesem Winter bereits sechsmal auf das Podest. Im Gesamtweltcup liegt die 24 Jahre alte Sächsin auf Rang fünf. Sie sprang 94,5 und 97,5 Meter weit.

Auch Reisch zeigte zuletzt Leistungen auf konstant hohem Niveau. Im Training auf der umgebauten Olympia-Schanze lief es bei ihr ebenfalls gut. Nun reichte es jedoch nur zu Sprüngen auf 92 und 93 Meter.

Für Fahnenträgerin Schmid ist die letzte Saison ihrer Laufbahn bei weitem nicht die beste. Trotzdem hatte sich die siebenmalige Weltmeisterin aus Oberstdorf Medaillenchancen ausgerechnet.

Die emotionalen und glückseligen Momente der Eröffnungsfeier, die Schmid als „mega-mega-cool“ bezeichnete, sollten einen zusätzlichen Schub geben. Das gelang mit Sprüngen auf 89 und 97,5 Metern nicht. Juliane Seyfarth als vierte deutsche Starterin schied bereits nach dem ersten Durchgang aus.

Die Springerinnen haben nun bis Dienstag Wettkampfpause. Dann steht das Mixed-Team auf dem Programm.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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