Fußball-Bundesliga

Etas Nachfolger: Schweizer Meistercoach übernimmt Union

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Der Neue in Köpenick: Fußball-Trainer Mauro Lustrinelli. (Archivbild)

Der Neue in Köpenick: Fußball-Trainer Mauro Lustrinelli. (Archivbild)

Von dpa

Der 1. FC Union Berlin hat die Nachfolge von Marie-Louise Eta geregelt und startet mit Mauro Lustrinelli in seine achte Bundesliga-Saison. Der Schweizer Meistertrainer kommt vom FC Thun und betreut die Berliner ab Sommer, wie der Hauptstadt-Club mitteilte. Eta übernimmt wie geplant die Frauen-Auswahl der Köpenicker.

„Mauro Lustrinelli hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Qualität, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu begeistern“, sagte Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball Männer. „Wir wollen aktiver spielen, verstärkt junge Spieler integrieren und gemeinsam erfolgreich sein.“

Führte Thun sensationell zum Titel: Mauro Lustrinelli. (Archivbild)
Führte Thun sensationell zum Titel: Mauro Lustrinelli. (Archivbild)
Führte Thun sensationell zum Titel: Mauro Lustrinelli. (Archivbild)
Beim Debüt in Mittelpunkt: Jeder Fotograf wollte ein Bild von Marie-Louise Eta. (Archivbild)
Beim Debüt in Mittelpunkt: Jeder Fotograf wollte ein Bild von Marie-Louise Eta. (Archivbild)
Beim Debüt in Mittelpunkt: Jeder Fotograf wollte ein Bild von Marie-Louise Eta. (Archivbild)
Trainierte Union Berlin über ein Jahr: Steffen Baumgart. (Archivbild)
Trainierte Union Berlin über ein Jahr: Steffen Baumgart. (Archivbild)
Trainierte Union Berlin über ein Jahr: Steffen Baumgart. (Archivbild)

Lustrinelli hat in der Schweiz gerade ein Fußballmärchen geschrieben und den Aufsteiger FC Thun sensationell zum Titel geführt. Nun könnte der kleine Club sogar in der Champions League spielen. Mit Schweizer Meistertrainern hat man in Köpenick gute Erfahrungen gemacht: Urs Fischer führte den Verein von 2018 bis 2023 durch die erfolgreichste Ära seiner Geschichte. 2013 arbeitete Lustrinelli in Thun als Co-Trainer unter Fischer.

„Union ist ein besonderer Verein mit klaren Werten und ehrlichen Menschen“, sagte Lustrinelli. „Mit Zusammenhalt, Leidenschaft, ehrlicher Arbeit und Mut können wir zusammen erfolgreich sein.“

Seinen Spielstil beschrieb der 50-Jährige im „Kicker“ einmal so: „Offensiv und dynamisch. Hohes Pressing, nach Ballgewinn wollen wir schnell und vertikal umschalten. Sobald es möglich ist, in den Rücken der Abwehr zu kommen, suchen wir genau das.“ Vor seinem Engagement in Thun arbeitete er als U-21-Nationaltrainer in der Schweiz.

Nach einem völlig verkorksten Auftritt gegen das damalige Schlusslicht Heidenheim hatten sich die Berliner im April von Steffen Baumgart getrennt. Das Polster auf die Abstiegsränge war zu diesem Zeitpunkt zwar noch komfortabel, die Bilanz mit nur zwei Siegen aus 14 Spielen aber verheerend.

Union beförderte Eta zur Cheftrainerin und rückte den vergleichsweise unscheinbaren Bundesligisten ins internationale Rampenlicht. Schließlich war die gebürtige Dresdnerin eine Pionierin: Als erste Frau betreute sie in den fünf großen europäischen Ligen ein Männerteam. Entsprechend gewaltig war das weltweite Interesse rund um ihr Debüt gegen den VfL Wolfsburg (1:2).

Die erhoffte Trendwende konnte allerdings auch die 34-Jährige zunächst nicht einleiten. Das Remis gegen Köln am 32. Spieltag nach zuvor zwei Niederlagen sicherte schließlich den Klassenerhalt.

Seit dem Ende der Ära Urs Fischer 2023 ist Lustrinelli der bereits sechste Trainer an der Seitenlinie der Eisernen. Baumgart hatte sich mit 464 Tagen noch am längsten im Amt gehalten. Die Engagements von Marco Grote, Nenad Bjelica, Bo Svensson und Eta waren dagegen jeweils nur kurze Episoden.

Seit ihrem Bundesliga-Aufstieg 2019 sind die Köpenicker fester Bestandteil des Oberhauses. 2023 krönten sie ihre Entwicklung mit Rang vier und der erstmaligen Qualifikation für die Champions League - dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Danach kehrte jedoch die Realität zurück: Der Hauptstadtklub zählt seither wieder zu den Teams, die lange um den Klassenerhalt bangen müssen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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