SSV Jahn Regensburg
Der SSV Jahn Regensburg gibt beim 1:1 gegen Energie Cottbus die eigene Führung aus der Hand

Der SSV Jahn Regensburg hat sich am Samstagnachmittag mit einem 1:1-Unentschieden von Energie Cottbus getrennt. Nachdem Andreas Güntner die Gegentorlos-Serie der Gäste durchbrechen konnte, gelang es dem Team von Alexander Schmidt vor 3.548 Zuschauern nicht, die Führung über die Zeit zu retten.
Die Anfangsphase im Jahnstadion war zunächst verhalten. Energie zeigte, warum man mit nur vier Gegentreffern die zweitbeste Abwehr der Dritten Liga stellt und zuletzt viermal in Folge ohne Gegentreffer blieb. "Das ist schon eine Hausmarke", hatte auch Trainer Stefan Krämer vor dem Spiel gesagt. Dem SSV Jahn fiel es auch über die schnellen Offensivkräfte um Patrick Lienhard und Aias Aosman schwer, Unruhe in der Cottbuser Hintermannschaft zu erzeugen. Auf der anderen Seite bereiteten die Gäste der in dieser Saison sehr anfälligen Regensburger Hintermannschaft zunehmend Probleme und kamen im Ansatz zu einigen gefährlichen Aktionen, ohne jedoch wirklich große Chancen für sich verbuchen zu können. Bis zur ersten Torannäherung der Hausherren mussten die Fans fast eine halbe Stunde warten.
Richtig gefährlich wurde es dann nach 35 Minuten, als Oliver Hein auf Andreas Güntner durchsteckte, dieser einen gegnerischen Verteidiger aussteigen ließ, unbedrängt in den Strafraum eindringen konnte, dort den Ball aber unnötig vertändelte. Nur eine Minute später war der Ball dann erstmals im Tor von Stephan Loboué. Nach einer Flanke von Sven Michel überlupfte Zbynek Pospech den Jahn-Keeper. Die Unparteiischen gaben den Treffer jedoch aufgrund einer Abseitsstellung nicht. Bis zur Halbzeit gab es keine weiteren nennenswerten Chancen, sodass es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel setzte der SSV Jahn gleich zwei Ausrufezeichen. Erst konnte ein Fallrückzieher von Patrick Lienhard erst von einem Abwehrspieler af der Torlinie geklärt werden. Beim darauffolgenden Eckball konnte Gino Windmüller einen gefährlichen Kopfball auf das Energie-Gehäuse bringen. Auch da wehrten die Gäste jedoch ab. Nach acht Minuten im zweiten Durchgang verfehlte Oliver Hein das Tor mit einem Distanzschuss nur knapp.
In der 64. Minute belohnte sich dann der SSV Jahn für den Mut, mit dem man aus der Halbzeit gekommen war. Andreas Güntner fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz und zog einfach ab. Der Ball schlug unhaltbar für Gäste-Keeper Kevin Müller im rechten unteren Eck ein. Doch nur drei Minuten später konnte Energie Cottbus das Gegentor wieder egalisieren. Nach einer Flanke von der linken Seite kam der eingewechselte Tim Kleindienst völlig frei zum Kopfball und überwand Loboué im Jahn-Tor zum 1:1.
In der 74. Minute hatte Aias Aosman die riesen Mögllichkeit, die Regensburger in Führung zu bringen. Er kam in der gegnerischen Hälfte an den Ball, umkurvte FCE-Verteidiger Uwe Möhrle und lief allein auf Kevin Müller zu. Doch statt direkt den Abschluss zu suchen, wollte er auch den Schlussmann aussteigen lassen. Dieser konnte dem Jahn-Wirbelwind aber gerade noch den Ball wegspitzeln.
Alexander Schmidt wollte unbedingt den Dreier, brachte mit Zlatko Muhovic und Daniel Steininger zwei Offensivkräfte von der Bank. Und als auf Seiten der Gäste Sven Michel kurz vor Schluss nach einem Foul an Stanislaus Herzel mit der gelb-roten Karte vorzeitig vom Platz musste, warfen die Rot-Weißen noch einmal alles nach vorne. Doch mehr als ein harmloser Versuch von Aias Aosman gelang nicht mehr. Somit blieb es bei der letztlich auch verdienten Punkteteilung, da Cottbus in Durchgang eins besser war und der Jahn im zweiten Abschnitt das Geschehen weitestgehend bestimmte.
Stefan Krämer sah in der ersten Halbzeit ein "Spiel mit Tempo" und nach dem Seitenwechsel ein "deutliches Übergewicht bei Regensburg". Der Jahn habe dann zurecht den Führungstreffer erzielt. Seine Mannschaft habe dann Nehmerqualitäten bewiesen und zurückgeschlagen. "Nach der Unterzahl können wir froh sein, dass wir einen Punkt mitnehmen. Mit dem kann ich gut leben."
Jahn-Coach Alexander Schmidt erklärte, dass seine Mannschaft "nicht ins offene Messer laufen wollte. Wir sind gut gestanden und haben nach vorne ordentlich gearbeitet. Gefühlt haben wir heute einen Sieg verdient gehabt." Beim Gegentor gab er seinem Keeper Stephan Loboué zumindest eine Mitschuld: "Im ersten Moment würde ich sagen, dass er da herauskommen muss."
So spielte der SSV Jahn: Loboué - Trettenbach, Kurz, Dürmeyer, Herzel - Hein, Geipl, Güntner, Aosman - Windmüller, Lienhard



























