Eishockey

EV Landshut zieht Saisonbilanz und verpflichtet Tobias Lindberg

Der 29-jährige Schwede kommt vom DEL 2-Rivalen Eispiraten Crimmitschau - Acht Spieler verabschieden sich.

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Tobias Lindberg (links) - 'ein Typ, der Verantwortung übernimmt', so beschreibt EVL-Trainer Heiko Vogler den Schweden. Bis zuletzt lieferte Lindberg sich mit Crimmitschau noch packende Spiele gegen Landshut und John Rogl (rechts). Ab der neuen Saison trägt Lindberg nun auch das rot-weißen Trikot.

Tobias Lindberg (links) - "ein Typ, der Verantwortung übernimmt", so beschreibt EVL-Trainer Heiko Vogler den Schweden. Bis zuletzt lieferte Lindberg sich mit Crimmitschau noch packende Spiele gegen Landshut und John Rogl (rechts). Ab der neuen Saison trägt Lindberg nun auch das rot-weißen Trikot.

Jetzt ist die Saison 2024/25 endgültig Geschichte - jedenfalls für den EV Landshut. Der niederbayerische Traditionsverein zog am Samstag bei der Abschlussfeier in der Fanatec-Arena am Gutenbergweg eine sportliche Bilanz, verabschiedete gleich acht Eishackler und präsentierte mit Tobias Lindberg den ersten Neuzugang für die nächste DEL 2-Runde.

Der 29-jährige Schwede wechselt vom Liga-Konkurrenten Eispiraten Crimmitschau an die Isar und hat in der Dreihelmenstadt bis Sommer 2027 abgeheuert. Bei den Westsachsen war der 29-jährige Stürmer nicht nur Kapitän, sondern auch Topscorer. In den vergangenen zwei Spielzeiten häufte Lindberg in 106 Partien 52 Tore und 60 Assists an. Künftig geht der 1,89 Meter große Center an der Seite seines Landsmanns Tor Immo auf Trefferjagd, der zu jenen EVL-Akteuren gehört, die bereits Arbeitspapiere für 2025/26 haben - wie auch die Keeper Jonas Langmann und Philipp Dietl, die Verteidiger Wade Bergman und Alex Dersch sowie die Angreifer Julian Kornelli und Yannick Wenzel. Der Vertrag von Chefcoach Heiko Vogler läuft ebenso weiter; sein "Co" Christoph Schubert bestätigte am Samstag, dass auch er seine Arbeit fortsetzt: "Ich bleibe da."

Abschied von Pageau, Zucker und Co.

Abschied nehmen hieß es für die zahlreichen Anhänger dagegen von Nick Pageau, David Zucker, Robert Kneisler, Benjamin Zientek, Robin Drothen, Tobias Echtler, Philipp Wachter und Michael Reich, der sich beruflich anders orientieren will. Bei den übrigen Spielern des Kaders 24/25 steht noch nicht fest, ob sie auch in der kommenden Saison ihre Schlittschuhe in Landshut schnüren werden. Wie in den Einzelinterviews von Stadionsprecher Christian Bauer mit den betreffenden Akteuren deutlich wurde, ist es schlicht noch zu früh für eine definitive Aussage. Sie befänden sich in Gesprächen mit dem EVL, erklärten mehrere Kufenflitzer.

Playoff-Qualifikation erreicht, aber Platz vier verpasst

Beim sportlichen Rückblick war der Tenor klar: Das erste und wichtigste Ziel, Rang sechs und die direkte Playoff-Qualifikation, habe man erreicht; das andere - Geschäftsführer Ralf Hantschke nannte es das "Kabinenziel", nämlich Platz vier und Playoff-Heimrecht - hingegen nicht. "Wir werden das akribisch aufarbeiten", kündigte Ralf Hantschke an. Zwar hätten nach wie vor andere Standorte wirtschaftliche größere Möglichkeiten, aber auch in Landshut "kann man viel bewegen", betonte der Geschäftsführer und unterstrich sein perspektivisches Denken: Indem der EVL vor der Saison 2024/25 erstmals den Lizenzantrag für die DEL gestellt habe, sei ein "Prozess" in Gang gesetzt worden, der sich über "zwei, drei oder auch fünf Jahre" erstrecken werde.

Versteigerung: Goldhelm von Tor Immo erzielt 2.000 Euro

Heiko Vogler sprach in der Rückschau von einer Saison mit Höhen und Tiefen. Letztlich war das Abschneiden in den Playoffs "nicht das, was wir wollten", sagte er und nannte als einen der Gründe für das Viertelfinal-Aus gegen Ravensburg die mangelnde Qualität beim Torabschluss. "Wir brauchen", befand Vogler, "mehr Kaltschnäuzigkeit und Cleverness." Vor diesem Hintergrund ist die Verpflichtung von Lindberg ein klares Statement. Der Schwede verströmt massive Torgefahr, er sei "ein Typ, der Verantwortung übernimmt", bekräftigte der Trainer, der zudem vermeldete, dass der EVL von 15. bis 17. August beim Dolomitencup in Neumarkt (Südtirol) starten wird.

Als spezieller Höhepunkt der Veranstaltung entpuppten sich zwei Versteigerungen. Der Goldhelm von Tor Immo ging für schlappe 2.000 Euro weg, das Trikot von Nick Hutchison immerhin für 1.300 Euro. Dafür spendierte der "Hutch" dem glücklichen Gewinner spontan ein Bier. Solche Typen mögen die Fans.

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