Trotz Personalsorgen
EV Landshut schließt das dritte Test-Wochenende versöhnlich ab

Christine Vinçon
Nach drei Pleiten in Folge schoss sich der EVL um Tobi Schwarz und Ladislav Zikmund (vorne, v.l.) gegen Weiden den Frust von der Seele. Auch über die Personalsorgen. Unter anderem Fabian Voit, Trevor Gooch und Marc-Olivier Roy (hinten, v.l.) fehlten am Wochenende angeschlagen.
Dass die Partie beim Schweizer Zweitligisten EHC Olten am Freitag nicht einfach werden würde, ist beim EV Landshut wohl jedem klar gewesen. Gleich sieben Spieler sind verletzt oder krank ausgefallen. Fast schon folgerichtig ging die Partie mit 1:4 (0:2, 1:0, 0:2) verloren. Es war die dritte Pleite im vierten Vorbereitungsspiel auf die anstehende DEL 2-Saison. Dafür rehabilitierten sich die Schützlinge von Cheftrainer Uwe Krupp am Sonntag beim Ligakonkurrenten Blue Devils Weiden. Die Oberpfälzer fertigte der EVL mit 7:2 (2:1, 2:1, 3:0) ab.
Aber der Reihe nach. Auf mehr als ein Dutzend wichtiger Stützen musste Krupp am Freitag verzichten. Der verletzte Jonathon Blum ist ohnehin erst in rund sechs Wochen eine Option, während Philipp Dietl, Trevor Gooch, Marc-Olivier Roy und Fabian Voit angeschlagen aussetzten. Außerdem waren auch Paul Mayer und Alex Dersch krankheitsbedingt nicht einsatzfähig. Die große Chance für das ein oder andere Talent. Verteidiger Anton Brunner und Stürmer Ferdinand Schlepp von der U 20 sprangen in die Bresche und auch der 17-jährige Tobias Fischer war wieder einmal mit von der Partie.
Doch es half alles nichts, der ersatzgeschwächte EVL zog gegen die laufstarken Schweizer vor 637 Zuschauern den Kürzeren und tat sich vor allem im ersten Drittel schwer. Olten zog bis zur 14. Minute auf 2:0 davon. Danach fanden die Niederbayern besser ins Spiel, hielten körperlich gut dagegen und Jakob Mayenschein verkürzte auf 1:2 (40.). Im dritten Abschnitt setzte sich die Frische des EHC aber endgültig durch, der erst das 3:1 erzielte (47.) und in Person von Jules Sturny kurz vor Schluss ins leere EVL-Tor traf.
David Elsner tut seinem Ex-Club weh
Wesentlich besser lief’s am Sonntag. Nicht nur, weil Paul Mayer und Alex Dersch zurückkehrten. Zwar startete der Eislaufverein nicht sehr vielversprechend in die vorletzte Vorbereitungspartie und lag bereits nach rund sieben Minuten 0:1 zurück, überzeugte jedoch mit einer starken Chancenverwertung und drehte das Spiel bis zur ersten Pause - 2:1. Abermals wurde es im Mitteldrittel ruppiger. Landshut ließ sich nicht beirren und baute die Führung auf 4:2 aus. Im Schlussabschnitt schlug die Stunde der beiden Schweden Tor Immo und Tobias Lindberg, die ihren Doppelpack und das 7:2 perfekt machten. Mann des Tages war aber David Elsner, der seinem Ex-Verein mit einem Tor und vier Assists wehgetan hat.
EV Landshut: Lukes, Lebouche, Brunner, Serikow, Fischer, A. Schwarz, Bergman, Has, Jobke, Mayer, Dersch; Lindberg, Schlepp, Zikmund, Stieler, Gaus, Mayenschein, Elsner, Immo, Peterka, Stümpel, T. Schwarz, Park, Lier. - EHC Olten - EVL 4:1. - Tore: 1:0 (08:28) Asselin (Braillard/Horansky - PP1), 2:0 (13:53) Janett (Hawryluk - SH1), 2:1 (39:53) Mayenschein (Stieler/Has), 3:1 (46:49) Grossniklaus (Wyss/Asselin), 4:1 (58:30) Sturny (Braillard/Kaser - EN). - Weiden - EVL 2:7. - Tore: 1:0 (06:34) Voyer (Jahnke/Gron), 1:1 (14:23) Dersch (Mayenschein/Peterka), 1:2 (15:48) Stieler (Elsner/Mayenschein), 1:3 (26:12) Lindberg (Elsner/Bergman - PP1), 2:3 (30:37) Grimm (Gläser/Postel), 2:4 (32:29) Elsner (Mayenschein), 2:5 (44:23) Lindberg (Immo), 2:6 (52:12) Immo (Bergman/Elsner - PP2), 2:7 (53:52) Immo (Elsner/Bergman - PP1).












