„Intensive Kontrolle“

Schwertransporte im Visier: Polizei registriert bei Wörth 31 Verstöße

Technische Mängel, Überladungen oder fehlende Genehmigungen stellten die Polizisten bei der Großkontrolle auf der A3 fest. Mehrere Schwertransporte mussten eine Zwangspause einlegen, einer durfte gar nicht mehr weiter.

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Auf dem A3-Parkplatz Wiesenttal in Fahrtrichtung Passau hatte die Polizei eine Großkontrollstelle eingerichtet.

Auf dem A3-Parkplatz Wiesenttal in Fahrtrichtung Passau hatte die Polizei eine Großkontrollstelle eingerichtet.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Wörth

In der Nacht von Mittwoch, 1., auf Donnerstag, 2. Juli, hat die Oberpfälzer Polizei unter anderem auf der A 3 bei Wörth an der Donau eine Großkontrollstelle eingerichtet. Anlass war eine bezirksweite Aktion gegen Verstöße im Großraum- und Schwerverkehr, informiert das Präsidium nun in einer Pressemitteilung dazu. Auch auf den Autobahnen 6 und 93 gab es Kontrollen. Unterstützt wurden die Oberpfälzer Beamten von Spezialisten sämtlicher bayerischer Polizeiverbände.

54 Großraum- und Schwertransporte sowie weitere Schwerverkehrsfahrzeuge wurden einer „intensiven Kontrolle unterzogen“. Für die Polizei zeigt das Ergebnis erneut, dass der Kontrolldruck notwendig ist: Insgesamt wurden 31 Verstöße festgestellt. Diese gliederten sich in eine Strafanzeige, sechs Geschwindigkeitsverstöße, elf Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie 14 weitere Ordnungswidrigkeiten.

In zehn Fällen wurde die Weiterfahrt aufgrund erheblicher Mängel oder fehlender Voraussetzungen unterbunden. Besonders schwer wog der Fall eines 54-jährigen rumänischen Lkw-Fahrers: Er transportierte im Rahmen eines Großraum- und Schwertransportes eine Stahlplatte, allerdings ohne die erforderlichen Genehmigungen. Außerdem stellten die Polizisten fest, dass seine Fahrerlaubnis der Klasse CE seit März abgelaufen war. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Viele Laster durften nach Kontrolle erst nicht weiter

Darüber hinaus deckten die Kontrollteams zahlreiche sicherheitsrelevante Verstöße auf. Hierzu gehörten erhebliche Überschreitungen zulässiger Maße und Gewichte, technische Mängel wie gerissene Bremsscheiben und beschädigte Reifen, Verstöße gegen Sozialvorschriften sowie fehlende oder nicht eingehaltene Schwertransportgenehmigungen. In mehreren Fällen war eine Weiterfahrt erst nach Beseitigung der Mängel beziehungsweise nach Vorlage der erforderlichen Genehmigungen möglich. Ein besonders gravierender Fall betraf einen 52-jährigen rumänischen Kraftfahrer, der mit einem Tieflader einen Steinbrecher ohne die erforderliche Genehmigung transportierte.

Neben einer mangelhaften Konfiguration des Kontrollgeräts und einer unzureichenden Ladungssicherung mit obsoleten Sicherungsmitteln stellten die Spezialisten erhebliche technische Defekte am Fahrzeug fest. Unter anderem waren Reifen beschädigt, eine Bremsscheibe der Zugmaschine gerissen und der Rahmen des Aufliegers mehrfach gerissen.

Darüber hinaus war die erste Achse des Aufliegers um 87 Prozent, das Gesamtgewicht der Fahrzeugkombination um 57 Prozent überladen. Die Kombination überschritt zudem die zulässige Fahrzeuglänge um mehr als einen Meter und wies einen unzulässigen Ladungsüberhang von 1,9 Metern auf. Eine Weiterfahrt war unter diesen Umständen ausgeschlossen. Das Transportunternehmen musste einen Ersatztransport organisieren.

Die Kontrollaktion verdeutlicht aus Sicht der Polizei einmal mehr die Bedeutung gezielter Schwerverkehrskontrollen: Technische Mängel, Überladungen oder fehlende Genehmigungen stellten erhebliche Risiken für alle Verkehrsteilnehmer dar. Durch die enge Zusammenarbeit der Spezialisten aus den verschiedenen Polizeiverbänden konnten zahlreiche Verstöße erkannt und gefährliche Fahrzeuge rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.

Auch das Wörther THW war auf der A 3 im Einsatz

„Die gemeinsame Kontrollaktion setzte ein deutliches Zeichen für konsequente Kontrollen im Schwerverkehr und machte klar, dass Verstöße konsequent verfolgt werden - für mehr Sicherheit auf den Straßen der Oberpfalz“, bilanziert das Polizeipräsidium in seiner Mitteilung. Für optimale Einsatzbedingungen sorgte das Technische Hilfswerk (THW) Wörth, das die Kontrollstelle ausleuchtete, sowie das THW Laaber, das sich um die Verpflegung kümmerte.

Insgesamt waren 64 Einsatzkräfte an der Kontrollaktion beteiligt. Miteingebunden waren zudem Mitarbeiter der Regierung der Oberpfalz und mehrerer Landratsämter.

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