Gewerkschaft Verdi

Warnstreiks bei Autobahnmeistereien in Niederbayern und Oberpfalz

Nachdem in der vergangenen Woche Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Regensburg gestreikt hatten, ruft die Gewerkschaft Verdi jetzt zu Warnstreiks bei der Autobahn GmbH mit der Außenstelle in Regensburg auf.

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Neben der Aktion in Regensburg soll es bundesweit Warnstreiks geben. (Symbolbild)

Neben der Aktion in Regensburg soll es bundesweit Warnstreiks geben. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

In der Tarifrunde für die Autobahn GmbH des Bundes ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) die Beschäftigten zu einem eintägigen Warnstreik am Dienstag, 20. Januar, auf. In Ostbayern sind die Außenstelle Regensburg mit den zugehörigen Autobahnmeistereien Ingolstadt, Pollenried, Pentling, Kirchroth, Wörth an der Isar, Pankofen und Passau sowie die Außenstelle Deggendorf betroffen. Die Beschäftigten wollen bei einer Kundgebung vor der Außenstelle Regensburg ein starkes Signal an ihre Arbeitgeberin senden, bevor sie in einem Demozug in Richtung Autobahn ziehen.

Obwohl der Autobahn GmbH die Forderung der Beschäftigten – sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro mehr (für Nachwuchskräfte: pauschal 300 Euro mehr) – bereits seit Oktober bekannt ist, legte sie in der ersten Verhandlungsrunde am 8. Januar kein konkretes Angebot vor. „Die Beschäftigten bei der Autobahn brennen für ihren Job und sorgen tagtäglich dafür, dass der Verkehr in Deutschland sicher rollen kann. Das haben wir erst letzte Woche eindrucksvoll gesehen, als trotz des Wintereinbruchs unsere Autobahnen weitestgehend ohne Probleme befahrbar waren“, sagt der für die Außenstelle zuständige Gewerkschaftssekretär Nicolaus Riebl. „Dass die Verhandlungen nicht leicht werden, war klar, aber keinerlei Angebot enttäuscht die Kolleginnen und Kollegen schon sehr.“

Neben der Aktion in Regensburg soll es bundesweit zu Warnstreiks an über 18 Standorten kommen, in Bayern unter anderem in Nürnberg, Rosenheim, München und Kempten. Seit der Vergesellschaftung der Autobahn im Jahr 2021 handelt es sich um die erste Entgelttarifrunde. Die Verhandlungen finden in Berlin statt und sind vorerst auf drei Runden terminiert: Als weitere Verhandlungstermine sind der 6. Februar sowie der 25. und 26. Februar vorgesehen.

Erst in der vergangenen Woche kam es zu Warnstreiks der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, beispielsweise am Uniklinikum und der Universität Regensburg

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