Warnstreik
Warnstreik-Aufruf im öffentlichen Dienst am 13. Februar in Regensburg

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Verdi ruft am 13. Februar zu einem Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. (Symbolbild)

Nachdem die erste Runde bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst ohne Ergebnis vertagt wurde, ruft die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte in Regensburg zu einem Warnstreik am 13. Februar auf.
Verdi fordert laut Pressemitteilung in der Tarifrunde von Bund und Kommunen 2025 ein Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage, um der hohen Verdichtung der Arbeit etwas entgegenzusetzen. Für mehr Zeitsouveränität und Flexibilität soll zudem ein „Meine-Zeit-Konto“ sorgen, über das Beschäftigte selbst verfügen können.
Bisher sei kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt worden. „Deshalb erhöhen wir vor der zweiten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeberseite und rufen die Beschäftigten in Bundesdienststellen und Kommunen am 13. Februar 2025 in Regensburg zum ganztägigen Warnstreik auf“ erklärt Alexander Gröbner - Geschäftsführer Verdi Bezirk Oberpfalz. „Wir hoffen, dass die Arbeitgeber einlenken und in der nächsten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Februar in Potsdam ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen“ so Gröbner weiter.
Nachdem auch die städtische Kinderbetreuung unter anderem in Kindertagesstätten, -krippen und der Mittagsbetreuung betroffen sei, können sich betroffene Eltern in den jeweiligen Einrichtungen sowie auf der Homepage der Stadt Regensburg unter www.regensburg.de oder dem Service-Telefon bei der Stadt informieren.
Die Beschäftigten treffen sich zur Streikversammlung ab 8.30 Uhr im DGB-Haus Regensburg. Ab 10 Uhr findet ein Demonstrationszug (Demozug 1) vom DGB-Haus Regensburg in die Innenstadt mit anschließender Streikkundgebung gegen circa 10.45 Uhr am Haidplatz statt. Darüber hinaus treffen sich die Warnstreikenden der MedBO vor dem Dienstgebäude und bewegen sich ab 9.30 Uhr im Demonstrationszug (Demozug 2) von der MedBO in die Innenstadt zur anschließenden gemeinsamen Streikkundgebung.
Bei der Abschlusskundgebung auf dem Haidplatz werden Beschäftigte aus den verschiedenen bestreikten Dienststellen und Betriebe mit Kurzstatements die Stimmung aus den Belegschaften in der aktuellen Verhandlungssituation des öffentlichen Dienstes in den Blick nehmen. Darüber hinaus werden sich mehrere Bundestagskandidatinnen und -kandidaten aus unterschiedlichen Parteien den Fragen der Beschäftigten stellen.








