Rauschendes Fest

Solidarität mit Bischofshof beim Tag des Bieres in Regensburg

Regensburger Stadt- und Landkreisbrauereien feiern am Samstag auf dem Haidplatz wieder ein großes Fest. Nachdem das Wetter in den vergangenen Jahren durchwachsen war, gibt es dieses Jahr Sonne.

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In der Brauerei Bischofshof trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der sieben Stadt- und Landkreisbrauereien, die am Samstag ihre Bierspezialitäten von 10 bis 22 Uhr auf dem Haidplatz anbieten werden.

In der Brauerei Bischofshof trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der sieben Stadt- und Landkreisbrauereien, die am Samstag ihre Bierspezialitäten von 10 bis 22 Uhr auf dem Haidplatz anbieten werden.

Von Redaktion Regensburg

Nachdem es beim Tag des Bieres der sieben Regensburger Stadt- und Landkreisbrauereien in den vergangenen Jahren auch mal regnete, sind die Wetteraussichten für diesen Samstag ideal. Von 10 bis 22 Uhr wird auf dem Haidplatz gefeiert. 19 Grad Höchsttemperatur, null Prozent Niederschlag und 14 Stunden Sonne versprechen die Wetter-Apps.

Die zwei Schirmherrinnen, Landrätin Tanja Schweiger und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, werden um 10.30 Uhr mit dem parallelen Anzapfen zweier Holzfässer das Fest eröffnen. Tagsüber gibt es Blasmusik von den „Deuerlinger Musikanten“, ab 18 Uhr wird es bewährt fetziger mit „Erwin und die Heckflossen“.

Eigentlich hatten die Brauereien am Mittwoch zum Patenbitten bei der Oberbürgermeisterin in die Brauerei Bischofshof geladen. Doch diese musste wegen einer dringenden Verpflichtung kurzfristig absagen.

Dafür sprang Neu-Stadtrat Andreas Träg, Obermeister der Schreiner-Innung und Kreishandwerksmeister, in die Bresche und zapfte das Fass Bischofshof Märzen ohne einen Spritzer im Bischofshof Schalander im Herzen der Brauerei an, die in den letzten Monaten Schlagzeilen machte.

Bewusst bei Bischofshof getroffen

Im Januar war bekannt geworden, dass die Kelheimer Traditionsbrauerei Schneider Weisse die Biermarke Bischofshof übernimmt. Der Brauereistandort Bischofshof in Regensburg soll Ende dieses Jahres geschlossen werden. Als Akt der Solidarität unter den Brauern traf man sich hier, um sich auf den Samstag einzuschwören.

Das Prinzip des Tags des Bieres ist so einfach wie sein Anlass. Am 23. April 1516 war das bayerische Reinheitsgebot für Bier in Ingolstadt von Herzog Wilhelm IV. erlassen verkündet worden. Auch 510 Jahre später wird das älteste noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt, das festlegt, dass zur Bierherstellung nur Wasser, Gerste und Hopfen verwendet werden dürfen, in Regensburg gefeiert. So laden die Brauerei Kneitinger, die Spitalbrauerei, die in diesem Jahr auch das 800-Jährige des St. Katharinenspitals unter anderem mit einem Sonderbier würdigt, und die Brauerei Bischofshof aus der Stadt ein. Aus dem Landkreis kommen wie jedes Jahr Prösslbräu Adlersberg - erstmals mit einem alkoholfreien „Freien Adler“ am Start -, die Schlossbrauerei Eichhofen, die Spezialbrauerei Schierling und die Brauerei Goss aus Deuerling dazu. Was die „Glorreichen Sieben“ an Bierqualität und -vielfalt auffahren werden, zieht jedes Jahr Hunderte von Menschen an.

Sie können sich in entspannter Atmosphäre zwischen leichtem Sommerbier bis „schwerem Bock“ entscheiden. Erstmals gibt es in diesem Jahr einen „Pfiff“, also eine Schaumhalbe, um das Probieren und den Biergenuss noch mehr in den Vordergrund zu stellen. Als Essenschmankerl werden beim ersten großen Freiluft-Fest das Jahres in der Stadt frisch gegrillte Bratwürste und Steaks sowie Käsesemmeln und Brezen angeboten. Ein Süßigkeitenstand mit gebrannten Mandeln & Co. ergänzt das Portfolio. Novum ist auch ein Büchermarkt, der tagsüber direkt vor dem Thon-Dittmer-Palais stattfindet.

Unterstützt wird das Zelebrieren der heimischen Bierkultur sowohl vom Bayerischen Brauerbund also auch vom Verband der bayerischen Privatbrauereien. Deren Geschäftsführer Stefan Stang macht sich am Samstag auf den Weg von München nach Regensburg, um die Gäste zu begrüßen.

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