18 Tage feiern
Regensburger Maidult verlief erfolgreich und friedlich

„Wir freuen uns, dass die Regensburger Maidult weiterhin zu den stärksten Volksfesten in Bayern zählt und dem Namen Familiendult alle Ehre macht“, bilanziert Marktmeister Stephan Koppmann seitens des Veranstalters, der Stadt Regensburg, am Ende von zweieinhalb Wochen Festbetrieb.
„Abgerechnet wird zum Schluss“ sagen erfahrene Volksfest-Unternehmer wie Arnd „Andy“ Bergmann, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und der Schausteller. „In Anbetracht der Wetter-Kapriolen von durchwachsen kühl bis sommerlich heiß und auch aufgrund der Pfingstferien war diese Maidult gut besucht - und auch die Umsätze waren zufriedenstellend.“
Seitens der Brauereien äußert sich Leonhard Resch, Geschäftsführer der Brauerei Kneitinger, erfreut. Die Traditionsbrauerei war nach dem großen Festumzug am Vatertag turnusmäßig mit dem Anstich im Hahnzelt sowie beim Seniorennachmittag von Stadt und Land mit ihrem süffigen Festbier in der ersten Reihe der Publikumswahrnehmung gestanden. „Zudem gratulieren wir unserem Partner Artmann´s Herzl zum Zehnjährigen auf der Dult“, so Resch. Die Brauerei Bischofshof belieferte das Glöcklzelt, die Spitalbrauerei das Bierdorf und die Schirmbar. Über Ausstoßmengen wird bei den Regensburger Dulten ebenso nicht öffentlich bilanziert wie über die Besucherzahlen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Ein Fest für Jung und Alt
Über eine besondere Auszeichnung konnte sich Festwirt Michael Hahn freuen, der kurz vor der Maidult als Sprecher der bayerischen Volksfestwirte bestätigt worden war. „Besonders stolz sind wir auf das vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung verliehene Prädikat ‘Ausgezeichnetes Festzelt’.“ Jugend, Senioren, Familien und insbesondere die Regensburger Sportvereine liegen der Festwirtsfamilie besonders am Herzen. „Die Jugend, die Jungen, und die jung Gebliebenen sind natürlich nicht mehr wegzudenken aus dem Festgeschehen. Speziell an den Wochenenden gab es ausgelassene Partystimmung, bei der unser bekannter Kraxelbaum ein besonderer Höhepunkt war. Bereits am ersten Festsonntag zog der von Stadtdekan Roman Gerl zelebrierte Dultgottesdienst fast 500 Gläubige ins Festzelt. Kollege Alfred Glöckl ist begeistert, „dass sich bei uns einfach alle Generationen wohlfühlen. Gemeinsam lachen, tanzen, feiern und unvergessliche Stunden erleben - genau dafür machen wir das.“
Mit Debüts einiger neuer Bands, dem traditionellen Dult-Boxen, dem Studenten-Dienstag und dem Handwerker-Freitag hat er einige Höhepunkte entwickelt. Auch der große, Donau-Altwasser gelegene Biergarten wurde von den Gästen besonders an den heißeren Tagen dankend angenommen. „Volles Zelt, beste Stimmung, friedliches Feiern und dazu Kaiserwetter - ehrlicherweise: Viel besser geht’s kaum“, spricht der Wirt, der zusammen mit seinen beiden im Betrieb integrierten Kindern im Herbst das 90-jährige Familienjubiläum auf der Regensburger Dult feiern wird.
Polizei: Auffallend ruhiges zweites Wochenende
„Die Regensburger Maidult verlief aus polizeilicher Sicht bislang insgesamt ruhig und weitgehend störungsfrei. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich weiterhin ein insgesamt erwartbares Einsatzgeschehen. Das Sicherheitskonzept der Polizei hat sich erneut bewährt“, bilanziert Polizeihauptkommissar Thomas Hasler, Leiter des Sachbereiches Einsatz der „Dultwache“ am Protzenweiher, offiziell „Polizeiinspektion Regensburg Nord“, die an den 18 Tagen durch das Besucheraufkommen verschiedentlich gefordert war, am Sonntag vor Ende des Festes. „Es wurden mehrere Körperverletzungsdelikte festgestellt. Dabei handelte es sich jedoch überwiegend um typische alkoholbedingte Streitigkeiten ohne außergewöhnliche oder besonders aufsehenerregende Sachverhalte. Das zweite Wochenende verlief dann auffallend ruhig mit einem starken Rückgang an Strafdelikten.“ Im Rahmen eines Rauschgifteinsatzes konnte eine männliche Person mit verbotenen Substanzen angetroffen werden. Darüber hinaus beschäftigte die Einsatzkräfte auch das Konsum-Cannabis-Gesetz. Mehrere Personen konsumierten im Außenbereich des Volksfestes, welcher dem Veranstaltungsbereich zuzurechnen ist, Cannabisprodukte. Entsprechende Verstöße wurden angezeigt. „Die angepassten polizeilichen Maßnahmen sowie die sichtbare Präsenz der Einsatzkräfte zeigen weiterhin die gewünschte Wirkung“, so Hasler. Zu Beschwerden wegen Ruhestörung kam es bis Redaktionsschluss nicht.
„Dank sehr gut vorbereiteter Sicherheitskonzepte und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Veranstalter und Behörden konnte ein reibungsloser und vor allem sicherer Ablauf über die gesamte Festdauer gewährleistet werden“, ergänzt Mohammad Al Halaki, der mit seinem Sicherheitsdienst erstmals die Zufahrtssituation, Platzsicherheit und Nachwachen beisteuerte.
Oberbürgermeister Thomas Burger, selbst seit seiner Kindheit Dultfan, dankte allen Beteiligten für das gute Gelingen.









