Umweltschützer
Greenpeace-Protest vor Regensburger Ikea-Filiale

Gegen die Zerstörung ökologisch wertvoller Wälder protestieren am Samstag wenige Greenpeace-Aktivisten vor der Ikea-Filiale in Regensburg-Kreuzhof. „Ikea vermöbelt Schutzgebiete“ war auf einem Banner zu lesen, daneben war eine überdimensionale Figur im Stil des Strichmännchens aus Ikeas Montageanleitungen mit einer Kettensäge zu sehen.
„Ikea verkauft uns das Bullerbü-Idyll, doch die Realität im Wald sieht anders aus“, sagt Linda Feyerabend von der Greenpeace Regensburg zu dem Protest in einer Pressemitteilung. „Der Konzern muss dringend seine Lieferketten aufräumen. Holz aus schützenswerten Wäldern hat bei Ikea nichts verloren.“
Greenpeace-Protest an insgesamt 46 Ikea-Filialen
Von München bis Kiel am Samstag war Greenpeace laut einer Pressemitteilung an insgesamt 46 Ikea-Filialen deutschlandweit aktiv. Hintergrund der Aktionen ist eine aktuell veröffentlichte Greenpeace-Recherche. Diese besagt, dass Holz aus wertvollen, alten Wäldern Schwedens - sogenannten Kontinuitätswäldern - in Ikeas Lieferketten gelandet ist.
Das sind Wälder, in denen seit Jahrhunderten keine Bäume großflächig gefällt wurden und die sich dadurch natürlich entwickeln konnten. Sie sind überlebenswichtig für Rentiere sowie die traditionelle Lebensweise der Sami, der letzten indigenen Bevölkerung Europas. Laut Greenpeace schlägt die schwedische Holzindustrie jährlich Kontinuitätswälder auf einer Fläche von rund 26.000 Hektar kahl - das entspricht etwa 40.000 Fußballfeldern.
Schreite die Zerstörung ungebremst voran, werden diese einzigartigen Ökosysteme bis zum Jahr 2052 vollständig verschwunden sein, führt Greenpeace in seiner Pressemitteilung aus.









