Examensfeier

Straubings Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe feiert

Stimmungsvolle Examensfeier der Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe am Klinikum St. Elisabeth. 15 Absolventen werden vom Klinikum übernommen.

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Die examinierten Pflegefachfrauen und -männer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), Schulleiterin Carina Schütz (vorne Mitte), Frater Sebastian Fritsch (vorne links) und den Kursleiterinnen Hedwig Zimmermann und Anette Lerach.

Die examinierten Pflegefachfrauen und -männer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), Schulleiterin Carina Schütz (vorne Mitte), Frater Sebastian Fritsch (vorne links) und den Kursleiterinnen Hedwig Zimmermann und Anette Lerach.

Viele gute Wünsche und ihre Zeugnisse erhielten die insgesamt 33 Pflegefachkräfte und Krankenpflegehelfer der Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe am Klinikum St. Elisabeth nach erfolgreichem Abschluss der drei- beziehungsweise einjährigen Ausbildung. „15 der Absolventen starten ihre berufliche Karriere in unterschiedlichen Bereichen in unserem Haus“, freute sich Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus bei der Examensfeier am Donnerstagnachmittag im Klinikums-Foyer.

Der Feier war ein Gottesdienst vorausgegangen, den Krankenhaus-Seelsorger Hermann Berger hielt. Er gratulierte den Pflegefachkräften und Krankenpflegehelfern dazu, einen anspruchsvollen Beruf gewählt zu haben, „der Sie mit Jesus immer wieder in einzigartiger Weise in Berührung bringt“. Denn „was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, bezog sich Berger auf das Matthäus-Evangelium. „Wir brauchen Sie unbedingt“, wandte sich Albus an die 15 künftigen Mitarbeiter des Klinikums. „Sie sind die Zukunft für eine bessere, modernere und interdisziplinäre Gesundheitsversorgung.“ Es sei wichtig, die Pflege neu zu denken. „Dazu brauchen wir Ihren Mut.“

Die neuen Krankenpflegehelferinnen und -helfer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), den Kursleiterinnen Nikola Gegenfurtner (vorne links) und Karin Brunner (vorne 2.v.r.) sowie Frater Sebastian Fritsch (rechts). Fotos:
Die neuen Krankenpflegehelferinnen und -helfer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), den Kursleiterinnen Nikola Gegenfurtner (vorne links) und Karin Brunner (vorne 2.v.r.) sowie Frater Sebastian Fritsch (rechts). Fotos:
Die neuen Krankenpflegehelferinnen und -helfer zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Daniel Albus (hinten), den Kursleiterinnen Nikola Gegenfurtner (vorne links) und Karin Brunner (vorne 2.v.r.) sowie Frater Sebastian Fritsch (rechts). Fotos:
Carola Pöschl
Carola Pöschl
Carola Pöschl

KI kann Pflege nicht ersetzen, aber erleichtern

Dass der Mensch Akteur seiner eigenen Entwicklung sei, zeige sich bei der Examensfeier, sagte Schulleiterin Carina Schütz und wünschte den Pflegefachkräften und Krankenpflegehelfern, sich stets weiterzuentwickeln. In Bezug auf die Heilige Elisabeth gab Frater Sebastian Fritsch den Absolventen mit auf den Weg: „Mögen Sie für Ihre Patienten eine Rose sein.“ Von einem „guten Tag für die Pflege“ sprach Pflegedirektor Hubert Langmantl, da er mit Abschluss der Ausbildung viele neue Kollegen gewinne. Die aktuelle Frage, ob Künstliche Intelligenz den Pflegeberuf ersetzen kann, verneinte Langmantl: „Wir sind in einem Beruf, der sich vor der KI nicht fürchten muss. Uns wird es immer brauchen.“ KI werde die Empathie-Fähigkeit eines Menschen nicht erreichen. Aber er hoffe, dass KI künftig beispielsweise die Dokumentation übernehme und den Pflegeberuf leichter mache.

Patienten erinnern sich, ob jemand Zeit hatte

Die neugierige Gruppe der Krankenpflegehelfer (KPH) habe sich während der Ausbildung enorm weiterentwickelt, betonte Praxisanleiterin Katrin Broschinsky. Den Absolventen des dreijährigen Kurses 23/26 wünschte sie: „Bewahrt euch eure Menschlichkeit.“ Sie hätten sich auf einen Beruf eingelassen, der Menschen in ihren verletzlichsten Momenten begegne, unterstrichen Nikola Gegenfurtner, Kursleiterin KPH, und Hedwig Zimmermann, Kursleiterin Kurs 23/26. Vielleicht erinnerten sich Patienten später nicht mehr an die Namen ihrer Pfleger, aber sie erinnern sich daran, wie sie sich gefühlt haben. Ob jemand da war, ob jemand Zeit hatte, ob jemand sie ernst genommen hat. „Genau das ist Pflege.“

Freude an besonderem Beruf bewahren

Sie sollten sich die Freude an diesem besonderen Beruf bewahren, wünschten die Klassensprecher des Kurses 23/26 Sebastian Richter und Jessica Zerveisz den Absolventen. Sie konnten es kaum glauben, trotz einiger Herausforderungen die Ausbildung zu Krankenpflegehelfern geschafft zu haben, waren sich die Klassensprecher Nicole Erben und Marion Widmann einig: „Wir haben das Ding gerockt.“

Als Höhepunkt der Feier überreichten Hedwig Zimmermann, Kursleiterin Anette Lerach und Kursleiterin Nikola Gegenfurtner die Zeugnisse und kleine Geschenke. Die ehemalige Kursleiterin Raphaela Wild verteilte Broschen mit der Heiligen Elisabeth. Für die besten Krankenpflegehelferinnen Janina Asen und Marina Stadler und die besten Pflegefachfrauen Pia Ebner und Carola Pöschl gab es extra Auszeichnungen.

Stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von Roland Brunner am Klavier. Unter den Gästen war auch Reinhard Böckl, Vorsitzender des Landesausschusses für Berufsbildung Bayern.

„Genau das Richtige“

Die 19-jährige Carola Pöschl aus Außerhienthal startete mit 16 Jahren ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft. „Ich kam frisch von der Realschule und war das Küken in meiner Klasse.“ Eine Ausbildung sei ganz anders als die Schule. Anfangs habe sie Angst gehabt, auf Station zu arbeiten. Doch es war genau die richtige Ausbildung für sie: „Ich würde es zu 100 Prozent wieder machen.“ Der Wechsel von Theorie und Praxis habe ihr gefallen. Sie habe bei ihren praktischen Einsätzen ein breites Spektrum von verschiedenen Stationen im Klinikum, Altenheim und Psychiatrie bis hin zu Forensik kennengelernt. Die Ausbildung im Klinikum beschreibt Carola Pöschl als harmonisch. „Ich konnte stets mit Fragen kommen.“ Schon während der Schulzeit entdeckte sie bei einem Praktikum den medizinischen Bereich für sich. Auf der Suche nach „mehr action“ als in einer Arztpraxis wurde sie beim Praktikum auf Station 22 und Station 13 im Klinikum fündig. Seither war für Carola Pöschl klar: „Da will ich hin, ins Klinikum.“ Entsprechend schrieb sie in der 9. Klasse auch nur eine Bewerbung. Alles verlief nach Plan. Mit dem Examen in der Tasche wird Pöschl am 1. September ihre erste Stelle auf Station 22 im Klinikum - zu der unter anderem die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Neurologie gehören - antreten.

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