Wo sind die besten Spielplätze?

Drittklässler der Grundschule St. Stephan erarbeiten einen Spielplatzführer

Die Klassen 3a und 3b der Grundschule St. Stephan und ihre Lehrerinnen Debora Nagel (3.v.l.) und Andrea Zielinski (links) freuen sich schon, ganz viele Spielplätze in Straubing zu bewerten. (Fotos: Rothmeier)

Die Klassen 3a und 3b der Grundschule St. Stephan und ihre Lehrerinnen Debora Nagel (3.v.l.) und Andrea Zielinski (links) freuen sich schon, ganz viele Spielplätze in Straubing zu bewerten. (Fotos: Rothmeier)

Was macht einen guten Spielplatz aus? Und weißt du eigentlich, wo überall in deiner Stadt ein Spielplatz ist? Die Schüler der Klassen 3a und 3b der Grundschule St. Stephan in Straubing wollen diese Fragen für alle Kinder in ihrer Heimatstadt beantworten. Zusammen mit ihren Lehrern arbeiten sie derzeit nämlich an einem Spielplatzführer für Straubing.

Mit diesem Projekt nehmen die Jungen und Mädchen teil am Wettbewerb "Wir sind stolz auf unsere Stadt/unseren Landkreis", den eine Straubinger Vereinigung, der Rotary Club, veranstaltet.

"Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, zu zeigen, was wir an unserer Heimat besonders toll finden. Also haben wir zusammen mit den Schülern überlegt, was wir in Straubing genau unter die Lupe nehmen können. Vom Thema Spielplatz waren alle sofort begeistert und so einen Führer, der zum Beispiel in Kindergärten, bei Ärzten oder in öffentlichen Einrichtungen ausliegt, gibt es auch noch nicht bei uns", erzählt Lehrerin Debora Nagel.

Die Drittklässler sind seit Beginn mit Feuereifer bei der Sache. "Jetzt dürfen wir für andere Kinder herausfinden, wo es in unserer Stadt die schönsten Spielplätze gibt, das ist toll", freut sich zum Beispiel die achtjährige Julia. Und der neunjährige Christian findet am besten, dass er jetzt sogar während der Schulzeit draußen sein und spielen darf.

Bevor es aber ans Testen geht, mussten die Drittklässler auch schon im Vorfeld eine Menge Arbeit für ihr Projekt erledigen. "Zuerst haben wir einfach viele Ideen gesammelt. Also zum Beispiel, nach welchen Punkten wir die Spielplätze überhaupt bewerten wollen", erklärt Lehrerin Andrea Zielinski die Vorgehensweise. Geeinigt haben sich alle zusammen letztendlich auf die Kriterien Spielgeräte, Sauberkeit, Altersgruppe, Parken, Schatten, Sitzgelegenheiten und Besonderheiten.

Eine wichtige Rolle spielte für Schüler und Lehrer auch, wie groß der neue Spielplatzführer werden soll. "Wir wollen für den Wettbewerb ja etwas Besonderes und Neues schaffen, deshalb sollte es kein einfacher Flyer werden", erklärt Debora Nagel. Jetzt haben sich alle auf einen Umschlagkalender im Din-A6-Format geeinigt - das ist halb so groß wie ein Hausaufgabenheft. "Das ist für Eltern und Kinder praktisch und der Führer lässt sich leicht durchblättern, in der Hosentasche verstauen und mitnehmen."

Zwischen 15 und 20 Spielplätze, also die größeren im Stadtgebiet, wollen die Drittklässler nun in den kommenden Wochen genau unter die Lupe nehmen. "Da wir zwei Klassen sind, bekommt jede Klasse einige Spielplätze zugewiesen", erklären die Schüler. "In der Klasse teilen wir uns dann in Vierer-Teams auf und jedes Team ist ganz speziell für einen Spielplatz zuständig."

Das bedeutet, dass natürlich alle Schüler den Spielplatz testen dürfen, aber eben ein Team dann auch Fotos machen und die Klassenkameraden befragen darf, wie sie den Spielplatz finden. Außerdem muss das Team auch die Bewertung für den Spielplatzführer schreiben. "Das wird super. Dann kann ich endlich mal andere Spielplätze testen und erfahre auch gleich, was die anderen darüber denken", freut sich die achtjährige Sophia jetzt schon.

Die Grundschüler wollen aber nicht nur das Positive herausheben, sondern auch festhalten, was ihnen nicht so gut an den Spielplätzen gefallen hat. "Diese Liste erscheint aber nicht im Spielplatzführer. Die wollen wir der Stadt übergeben und hoffen, dass dann auch etwas dagegen übernommen wird", erklären die Lehrer.

Damit übrigens nicht nur die großen Spielplätze im Stadtgebiet in dem Führer zu finden sind, wollen die Drittklässler zudem einen Stadtplan veröffentlichen, auf dem alle Spielplätze - ausgenommen die ganz kleinen in den Siedlungen - eingezeichnet sind. "So haben wirklich alle was davon", freuen sie sich."

Das Besondere an unserer Heimat - Klassensatz Tablets bei Schulwettbewerb zu gewinnen

Was macht deine Heimat so besonders? Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit 24 Schulklassen aus der Stadt Straubing und dem Landkreis Straubing-Bogen in insgesamt 15 Projekten für einen Wettbewerb. Dieser trägt den Titel "Wir sind stolz auf unsere Stadt/unsere Gemeinde" und wird veranstaltet von einer Straubinger Vereinigung, dem Rotary-Club. Die Mitglieder dieses Clubs möchten andere Menschen ehrenamtlich unterstützen.

Gefragt sind bei dem Wettbewerb Schüler der dritten und achten Klassen. Die Jungen und Mädchen haben sich mit ihrer Idee beim Rotary Club beworben und werden nun mit jeweils 500 Euro für ihr Projekt unterstützt.

Aus allen 15 Projekten sucht die Jury am Ende eine Gewinnerklasse aus. Diese bekommt als Hauptpreis einen Klassensatz Tablets. Am morgigen Mittwoch, 22. April, sind alle Schüler und Lehrer von jedem Projekt ins Landratsamt eingeladen, um ihr Projekt zu präsentieren und die Startfinanzierung entgegen zu nehmen. Mit dem Spielplatzführer für Straubing haben wir das Projekt der Klassen 3a und 3b der Grundschule St. Stephan stellvertretend für alle teilnehmenden dritten Klassen vorgestellt.

Weitere Projektteilnehmer aus den dritten Klassen kommen aus den Grundschulen aus Geiselhöring, Mitterfels, Konzell, Wiesenfelden, St. Englmar und St. Peter in Straubing. Hier drehen die Schüler beispielsweise Videoclips, spielen ein Theaterstück oder erarbeiten einen Reiseführer.

Auch das Projekt einer achten Klasse wird in den kommenden Wochen stellvertretend vorgestellt.

Am Anfang des Projekts haben die Schüler erstmal viel gezeichnet und gebastelt.

Am Anfang des Projekts haben die Schüler erstmal viel gezeichnet und gebastelt.

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