Neue Wege im ÖPNV
Ab 7. September fährt bei Rattenberg ein autonomer Kleinbus

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Im Testbus befindet sich noch eine Begleitperson, einen richtigen Fahrer wird es hier künftig jedoch nicht mehr brauchen.

Neue Wege im ÖPNV: Mit einem mehrwöchigen Probebetrieb eines autonomen Fahrzeugs im Bereich Konzell/Rattenberg versucht man sich im Landkreis Straubing-Bogen ab Montag, 7. September, an etwas Neuem. Wie es in der Pressemittteilung des Landratsamt heißt, handelt es sich bei der Neuerung um den „AutBus“ von der Firma AVL, ein elektrifizierter VW T6, der auch in der Oberpfalz im Realbetrieb bereits getestet wurde.
Sechs Wochen soll das autonome Fahrzeug ab Montag, 7. September, auf einem in etwa sieben Kilometer langen Rundkurs von Kasparzell über Untergschwandt bis nach Rattenberg fahren. Den Anstoß für das Projekt habe ein entsprechender Antrag der CSU-Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen gegeben, eine Summe für einen solchen Probebetrieb mit einem autonomen Fahrzeug in den Haushalt 2026 aufzunehmen.
„Wir wollen unseren ÖPNV weiterentwickeln“
Dabei sei der Kleinbus in jeder der sechs Wochen an drei Tagen für jeweils vier Stunden (zwei am Vormittag, zwei am Nachmittag) im Einsatz und stehe für eine kostenlose Mitfahrt zur Verfügung. Das Fahrzeug fahre zwar autonom, es befindet sich aber eine Begleitperson im Auto, die bei Problemen eingreife beziehungsweise interessierten Fahrgästen Informationen zu den Entwicklungen des autonomen Fahrens liefern könne.
„Wir wollen unseren ÖPNV weiterentwickeln und dazu gehört es auch, solche Modelle zu testen“, sagt Landrat Beck. Der E-Kleinbus fahre zudem nicht nur Schrittgeschwindigkeit, wie man es von anderen Modellprojekten kenne, sondern bis zu Tempo 70. Zudem erhoffe sich der Landkreis vom Probebetrieb auch Rückschlüsse, wer schon den ÖPNV nutze und was passieren müsste, damit ein Umstieg auf öffentliche Angebote in Erwägung gezogen werden.
Zu diesem Zweck werde im autonomen Fahrzeug ein QR-Code angebracht, der zu einer Umfrage führe. Alternativ werden für die Passagiere auch Papierfragebögen bereitgestellt.
Eine touristisch interesssante Route
Da die Streckenlänge für die vergleichsweise kurze Probephase aufgrund des Aufwands für den Betreiber, der Firma „AVL Software and Functions“ begrenzt werden musste, hat man sich bewusst für eine auch touristisch interessante Route entschieden, heißt es weiter in der Mitteilung des Landratsamts.
Ebenso sei bewusst ein Termin gewählt worden, der sowohl in die Ferienzeit als auch in die allgemeine Arbeits- und Schulzeit falle. „Gerade im ländlichen Raum braucht Mobilität Lösungen, die zuverlässig funktionieren und den Menschen im Alltag wirklich helfen.
Der Probebetrieb im Landkreis Straubing-Bogen ist für uns eine wertvolle Möglichkeit, den AVL AutBus im öffentlichen Nahverkehr unter realen Bedingungen weiter zu erproben“, betont Dr. Georg Schwab, Geschäftsführer der Firma „AVL Software and Functions“.
Über AVL
AVL ist laut Pressemitteilung ein weltweit führendes Mobilitäts-Technologieunternehmen in den Bereichen Engineering, Simulation und Testen. Mit dem Fokus auf Elektrifizierung, Software, künstliche Intelligenz und Automatisierung begleite das Unternehmen Kunden bei der nachhaltigen und digitalen Transformation der Mobilität. Mehr als 12.000 Mitarbeitende seien an über 90 Standorten weltweit tätig.








