Zufriedene Bilanz
Feuerwehr Moosburg leistet über 3300 Einsatzstunden

Josef Fuchs
Die Ehrung musste vorher abgestimmt werden. Dann wurde Manfred Gruber (Mitte) zum Ehrenschriftführer ernannt.
Mit neuem Kommandantenduo absolvierten die Floriansjünger in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 370 Einsätze in „höchster Qualität“ und arbeiteten am Zusammenhalt und der Zukunftsplanung. Selbst ein kleines Minus von gut 700 Euro beim Kassenbericht tat der Zufriedenheit im Saal des Feuerwehrhauses keinen Abbruch, zumal es auch noch einige außergewöhnliche Ehrungen für verdiente Mitglieder gab. So wurde Manfred Gruber ein Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Vorstandschaft mit dem neu geschaffenen Titel des Ehrenschriftführers für seine jahrelangen Verdienste um den Verein gewürdigt.
Ebenfalls eine besondere Ehrung bekam der vor einem Jahr abgewählte Kommandant Gerhard Hochleitner von seinem Nachfolger Christian Braun anlässlich seiner 40 Jahre im aktiven Dienst. Diese seien zwar auch schon vom Landkreis anerkannt worden, sagte Braun, sollten aber auch in Moosburg gewürdigt werden, zumal er aus eigener Erfahrung sagen könne, dass der „Latsche“, wie Hochleitner von den Kameraden genannt wird, immer verlässlich war und nach wie vor ist. Denn der ehemalige Kommandant unterstützt weiter als Gruppenführer, was seinen Nachfolger besonders freut, denn er schätzt die Erfahrung des Jubilars sehr.
Zusammenhalt ist sehr stark ausgeprägt
Nur mit einem passenden Geschenk für den „Latsche“ habe er sich schwergetan, so Christian Braun, „denn was schenkt man einem, der schon alles hat?“ Deshalb bekomme er nun einen absoluten „Hauptgewinn“ und dürfe mit einer Gruppe Feuerwehrler gemeinsam ein Heimspiel der Münchner Löwen, inklusive Anreise und Verpflegung, besuchen.
Der Zusammenhalt und die Gemeinschaft sind etwas, was bei der Moosburger Feuerwehr besonders ausgeprägt ist, bescheinigte auch Kreisbrandinspektor Andreas Müller in seinem kurzen Grußwort. Zweiter Bürgermeister Reinhard Lauterbach lobte seine Feuerwehrkräfte, bei denen man erst wisse, was man an ihnen habe, wenn man sie irgendwann mal brauche. Außerdem beruhigte der Politiker die Floriansjünger, dass trotz der derzeit herrschenden Haushaltssperre deren Arbeit für die Allgemeinheit nicht erheblich beschnitten werde.
Beim Bericht von Kassier Thomas Stadler erfuhren die anwesenden Mitglieder, Führungskräfte der umliegenden Feuerwehren und zahlreichen Lokalpolitiker, dass der Kassenstand im Zeitraum zwischen Oktober 2025 und September 2026 um 726,90 Euro gesunken sei - ein Ergebnis, dass niemanden beunruhigen konnte, zumal bei den Veranstaltungen im vergangenen Jahr auch wieder ein gemeinsamer Vereinsausflug zum Gardasee dabei war. Erstmals bot die Feuerwehr 2026 am Karfreitag ein Forellengrillen an, was von Mitgliedern und Bürgern sehr gut angenommen wurde, wie der zweite Vorsitzende Thomas Rödl berichtete. Weiterhin gefragt gewesen sei die Christbaumversteigerung und das Sommerfest der Feuerwehr, bei dem 67 Mitglieder mit ihrem Engagement dafür gesorgt hatten, dass es ein Erfolg auf ganzer Linie gewesen sei. Auch die Abteilung „Alte Löschfahrzeuge“ (ALF) sei sehr aktiv gewesen und habe beispielsweise am Tag des offenen Denkmals und beim Herbstschauumzug mitgewirkt.
Über 3.300 Einsatzstunden geleistet
Die Kernkompetenzen der Feuerwehr waren im vergangenen Jahr über 370 Mal gefordert, ließ der zweite Kommandant Max Braun, die Versammlung wissen. Da sei vom Keller auspumpen und Brand löschen, über Unfälle und ABC-Einsätze bis zu Drehleiter- und Tierrettungen alles dabei gewesen. Dabei kamen über 3.300 Einsatzstunden zusammen. Diese wurden ergänzt von einer vierstelligen Zahl an Übungsstunden, an der auch die Jugendfeuerwehr maßgeblich beteiligt war. Da ist es erfreulich, wenn weitere Kräfte dazukommen, was durch vier Neuaufnahmen am Samstag aktiv umgesetzt wurde.
Vereinschef Christian Brülbeck hatte diesmal vor allem eine lange Liste an Danksagungen abzuarbeiten. Insbesondere bei der Multifunktionshalle für die historischen Feuerwehrfahrzeuge in der Neustadt hätten einige Firmen und Handwerker zum Selbstkostenpreis oder sogar unentgeltlich mit angepackt und dafür gesorgt, dass das Projekt demnächst abgeschlossen werden kann.
Ebenso würdigte der erste Vorstand die zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden am Neubau und die stetige Bereitschaft der Mannschaft, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen und für andere Menschen in Notlagen da zu sein. Dabei vergaßen Brülbeck und auch Kommandant Christian Braun nicht zu erwähnen, dass auch die Familien und Partner um die aktiven Feuerwehrleute herum mitspielen müssen und genauso wie deren Arbeitgeber einen Teil der Last tragen müssen.
Einen wichtigen Termin gab es noch zum Ende der Versammlung: Die Christbaumversteigerung der Moosburger Feuerwehr findet am 4. Dezember statt.
















