Mitten im Sommer
Anwohner kritisieren Wasserverschwendung am Gymnasium Vilsbiburg

Matthias Antholzer
Ein Rasensprenger fährt auf dem Sportplatz am Gymnasium über den frisch angesäten Rasen.
„Sehr verwundert und auch verärgert“ wandte sich eine Anwohnerin aus der Nähe des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums an unsere Mediengruppe. Mitten im Hochsommer werde der Rasen auf dem Schulgelände aufbereitet - eine enorme Wasserverschwendung, findet die Anwohnerin. Da fragt sie sich: „Warum wurde die Rasenaufbereitung ausgerechnet im Hochsommer durchgeführt?“
Unsere Mediengruppe hat sich diese Frage zum Anlass genommen, beim Landkreis, der als Träger für die Schule zuständig ist, nachzufragen. Am 5. August wurde mit der Sanierung des Rasens begonnen. Der Grund ist ganz praktisch: Alle acht bis zehn Jahre müsse man den Sportplatz komplett sanieren und deshalb neu ansäen. Die Plätze spielen sich mit der Zeit aus und werden buckelig, was diese nicht nur schwer bespielbar macht, sondern auch zu einer erhöhten Verletzungsgefahr führt.
Im Zuge der Sanierung sei der Platz sechs Wochen nicht bespielbar, heißt es vom Landratsamt. Deshalb sei kein anderer Termin in Frage gekommen als die Sommerferien. Denn rechtzeitig zu Schulbeginn müsse der Sportplatz wieder zur Verfügung stehen. Das Landratsamt sei verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der Sportunterricht stattfinden kann, sagte eine Sprecherin des Landratsamts auf Nachfrage. Es sei verständlich, dass der Wasserverbrauch dabei kritisch gesehen wird, sagte die Sprecherin, aber den Rasen zu einem anderen Zeitpunkt zu sanieren, sei nicht infrage gekommen, da darauf sonst zu lange kein Sportunterricht - der fest im Schulkonzept verankert ist - stattfinden könne.
Um den Erfolg der Neuansaat zu gewährleisten, muss gegossen werden. Wie viel Wasser dafür gebraucht wird, kann das Landratsamt nicht beantworten. Das hänge natürlich vom Niederschlag ab, heißt es vom Landratsamt.









