Aus dem Gemeinderat

So viel geboten „wie noch nie“: Essenbachs Jugend- und Seniorenarbeit

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Die Sozialarbeiterinnen Miria Samhammer und ihre Vertretung seit Ende 2025, Vanessa Schmiderer, haben dem Marktrat einen Jahresbericht mit Fotos zusammengestellt.

Die Sozialarbeiterinnen Miria Samhammer und ihre Vertretung seit Ende 2025, Vanessa Schmiderer, haben dem Marktrat einen Jahresbericht mit Fotos zusammengestellt.

Jugend und Alter brauchen Schutz, also beauftragen Gemeinden Ehrenamtliche oder eigene Mitarbeiter, sich um diese Personen zu kümmern – so auch der Markt Essenbach. Dort sind sich Entscheidungsträger aller Parteien über den Wert der Jugend- und Seniorenarbeit in der Kommune einig. Bei einer Sitzung informierten sich die Markträte darüber, was Gemeindejugendpflege und Seniorenbeirat innerhalb eines Jahres erreicht haben.

Bürgermeister Dieter Neubauer von der CSU nennt in einem Pressestatement beide Institutionen „wichtige Bestandteile der kommunalen Daseinsfürsorge“. Sie seien aktiv und würden Essenbach lebenswert machen. Alle Gruppierungen des Marktgemeinderates, also auch die Sprecher von SPD, ÖDP und Freien Wählern, schließen sich auf Anfrage unserer Mediengruppe der Einschätzung an.

Die Sozialarbeiterinnen Miria Samhammer und ihre Vertretung seit Ende 2025, Vanessa Schmiderer, haben dem Marktrat einen Jahresbericht zusammengestellt. Mit einem Satz veranschaulichen sie den Erfolg ihrer Angebote: „Im Bus war nie ein Platz frei.“ Gemeint ist ein Fahrzeug des SV Essenbach, das sich die Jugendpflegerin für Ausflüge mit den Elf- bis 16-Jährigen geliehen hatte – teils in Kooperation mit den Jugendpflegern anderer Gemeinden im Umkreis. So verbrachten zehn Jugendliche fünf Tage in Wien. Insgesamt 40 Heranwachsende aus fünf Gemeinden des Landkreises übernachteten während der Sommerferien beim „Survival Camp“ auf einem Wiesengrundstück, kochten über dem Feuer und bauten gemeinsam Zelte auf. Über das ganze Jahr hinweg gab es zudem Koch- und Backaktionen in den Schulküchen der Mittelschule Essenbach. Einer kleinen Gruppe Mädchen bietet die Jugendarbeit der Gemeinde einen Schutzraum nur für sich, um Persönliches auszutauschen.

Auch kritisches Urteil zu eigenem Jugend-Angebot

Der Bericht von Samhammer und Schmiderer reflektiert auch kritisch, was sie den Jugendlichen geboten haben. Ein Referent zum Beispiel sollte Schüler an der Mittelschule zu „Stärken und Resilienz“ aufklären. Wie er bei den jüngeren Schülern an seine Aufgabe heranging, sei „nicht ideal“ gewesen. Immerhin: „Bei den älteren Klassen ist dies zum Teil gut gelungen.“

2026 soll der Jugendtreff eröffnen

Schon im Bericht in Aussicht gestellt, bei einer weiteren Sitzung des Marktgemeinderates vergangene Woche beschlossen: Ein Jugendtreff eröffnet 2026. Er ist als Container im Hauptort geplant und soll „pädagogisch betreut“ werden.

Die Arbeit des Seniorenbeirats hat Markträtin Viola Ruis-Neugebauer (SPD) während der Sitzung in einem Bericht an ihre Ratskollegen kommentiert. Darin listete sie auf: „50 gemeinsame Spaziergänge, 22 Kaffeeratschrunden und elf Hoagarten sowie Filmenachmittage, Vorträge zu Sicherheit, Digitalem und Gesundheit, Besichtigungen, Ausflüge, generationsübergreifende Aktionen mit Jugendlichen und viele gesellige Veranstaltungen wie Tanznachmittage und Lesungen“ – all das organisierte der Beirat 2025. Einmal haben sich auch Senioren und Jugend zusammengetan und gemeinsam gekocht. Alle Senioren der Kommune konnten die Mitglieder des Beirats 2024 wählen. Die Beiräte diskutieren, was ihnen und ihren Gleichaltrigen aus den Ortsteilen wichtig ist oder fehlt. Das vertritt der Beirat dann gegenüber Verwaltung und Marktgemeinderat, die sich dazu verhalten müssen. Siegfried Christl, Josefine Wagner, Ludwig Ganslmeier, Günter Tafelmeier, Johann Meier, jeweils aus Essenbach, sowie Michael Bleichner aus Mirskofen und Simon Otmar aus Oberahrain engagieren sich in dem Gremium.

Aus Sicht von Viola Ruis-Neugebauerder leistet der Seniorenbeirat „einen äußerst wertvollen Beitrag“ für den Markt Essenbach. Sie verlässt die Lokalpolitik und sitzt nicht mehr im neu gewählten Marktgemeinderat.

Zweite Bürgermeisterin Renate Hanglberger (ÖDP) ergänzt unserer Redaktion gegenüber zum Thema Jugend- und Seniorenarbeit in der Kommune: Die „Stimmung im Rat war sehr gut“. Bereits im Februar – vor der Kommunalwahl am 8. März – fand die Sitzung statt, in der die entsprechenden Berichte auf der Tagesordnung standen. Es war die letzte vor der Wahl.

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