Aus dem Marktrat

Simbach setzt auf Glasfaser gegen „graue Flecken“

Der Internetausbau soll 8,4 Millionen Euro kosten. Doch der Markt darf auf hohe Förderung hoffen. Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Windvorrangebiete: Eine Schweizer Firma hat sich diesbezüglich gemeldet.

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Durch die Glasfaserkabel laufen infrarote Lichtwellen, wodurch Datenmengen deutlich schneller transportiert werden können als durch die elektrischen Impulse in Kupferkabeln.

Durch die Glasfaserkabel laufen infrarote Lichtwellen, wodurch Datenmengen deutlich schneller transportiert werden können als durch die elektrischen Impulse in Kupferkabeln.

Der Markt Simbach wird in den kommenden Jahren die sogenannten „grauen Flecken“ - Regionen, in denen bisher nur langsames Internet per Kabel verfügbar ist - ausmerzen. Darüber informierte Bürgermeister Herbert Sporrer in der Sitzung des Marktrates am Dienstagabend. Der Markt hat demnach die Zusage für ein Förderprogramm erhalten.

In der Vergangenheit gab es in Simbach bereits ein Programm, bei dem Haushalte im Außenbereich, in denen Internet mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung stand, an schnellere Internetleitungen angeschlossen wurden. Mit dem neuen Programm sollen nun auch der restliche Gemeindebereich und insbesondere die Ortschaften schnelles Internet erhalten.

Rund 8,4 Millionen Euro wird der Glasfaserausbau kosten. Doch der Markt darf dabei auf hohe Fördersummen von Bund und Freistaat hoffen. Etwa 90 Prozent des Ausbaus werden gefördert, sodass der Markt Simbach nur etwa 840.000 Euro selber tragen muss. Bis jedes Haus Internet via Glasfaser nutzen kann, wird jedoch noch etwas Zeit vergehen. Geplant ist, dass noch in diesem Jahr die Ausschreibung für den Glasfaserausbau gestartet wird, abgeschlossen soll der Netzausbau jedoch erst im Jahr 2030 sein.

Bürgermeister Sporrer informierte in der Sitzung außerdem darüber, dass eine Schweizer Firma Interesse daran bekundet habe, fünf bis sechs Windräder im Gemeindebereich zu errichten. Die Firma habe den Narnhamer Winkel, eine der Windvorrangflächen in Simbach ins Auge gefasst. Wie es aus dem Rathaus heißt, beträgt die Höhe eines Windrads 260 Meter. Das Gebiet gehöre mehreren Grundstückseigentümern, die vom Unternehmen diesbezüglich angeschrieben werden. Aktuell handle es sich um eine reine Absichtserklärung, man wolle  die Bevölkerung aber frühzeitig über den derzeitigen Stand informieren. 

Ein Investor will an der Stelle einer alten Gewerbehalle „Am Bahnhof“, gegenüber der Verbrauchermärkte an der Arnstorfer Straße, ein Mehrfamilienhaus errichten. Dafür beschloss der Marktrat eine Bebauungsplanänderung. Zuvor wurden die während der Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden sowie Träger öffentlicher Belange gemachten Einwände abgewogen. In der Sitzung des Marktgemeinderates wurde außerdem festgelegt, dass ehrenamtliche Wahlhelfer, die am 8. März bei der Kommunalwahl mithelfen, ein Erfrischungsgeld von 80 Euro erhalten.

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