Kartenspiel

Kulturverein in Pischelsdorf will das Schafkopfen erhalten

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Der Kulturverein organisierte einen Schafkopfkurs.

Der Kulturverein organisierte einen Schafkopfkurs.

Sonntagvormittag ist Frühschoppenzeit und somit eine Gepflogenheit, die über Generationen in der Region weiter gegeben wird. Ebenfalls ein typisch bayerisches Brauchtum ist dabei das Karteln. Genau das vereinte man am Sonntag beim Hofwirt. Dabei wird es zumindest die beiden folgenden Sonntage fortgeführt. Und das unter „Ansage“. Denn Vorstandschaftsmitglied Adrian Loher organisierte für den Kulturverein Ruhstorf/Pischelsdorf einen Schafkopfkurs.

Geschuldet ist dies der Tatsache, dass besagtes Kartenspiel von jenen, die es aktiv betreiben, zwar sehr geschätzt wird, dass es aber immer weniger werden, die es beherrschen. Dem möchte man mit diesem Kurs entgegensteuern. Dabei sei diese Art des Kartelns kein Hexenwerk. Auch, wenn immer wieder einmal behauptet wird, dass das Wort „Schafkopf“ von „Scharf-Kopf“ abgeleitet wird. Im Idealfall wird es von vier Spielern ausgeführt und letztlich geht es darum, mehr Punkte beziehungsweise Augen als die anderen Teilnehmer zu sammeln.

Dazu werden die 32 Karten stets neu gemischt. Dabei verfügt jede Karte über einen anderen Wert, beginnend mit dem Unter aufsteigend. Zu vergeben sind 120 Augen. Das heißt, es müssen am Ende mindestens 61 Augen geschrieben sein, um gewonnen zu haben.

Der Spielmacher gibt den Weg für die Partie vor

Dann gibt es da Trümpfe und Farben, das Farbsolo und anderes mehr wie den so oft zitierten „Wenz“, ein Solospiel, bei dem nur die vier Unter Trumpf sind. Letztlich gibt der Spielmacher dabei mit seiner Ansage den Weg für die Partie vor. Dann fallen da noch Begriffe wie Vor-, Mittel- oder Hinterhand oder „Schmieren“.

Was sich genau dahinter alles verbirgt, bekamen die Kursteilnehmer zunächst in einer theoretischen Einführung vermittelt. Doch, damit hielt man sich nicht zu lange auf. Denn - und jetzt wird es über den bayerischen Tellerrand hinaus „international“ - „Learning by Doing“ war vielmehr angesagt. Jede Spielgruppe war auch mit erfahrenen Teilnehmern besetzt, die sich in den Dienst der Sache stellen.

Der Kurs wird an den Sonntagen, 18. und 25. Oktober, fortgeführt. Beginn ist jeweils um 9.30 Uhr. Ein Einstieg ist noch möglich. Weitere Auskünfte erteilt Adrian Loher unter der Telefonnummer 0160/2183738.

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