Neue Tradition

FTZ-Laufgruppe erinnert mit Gedenklauf in Pilsting an Elke Zellner

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Zu Elke Zellners Geburtstag ging ein Gruß in den Himmel.

Zu Elke Zellners Geburtstag ging ein Gruß in den Himmel.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Landau

Mit einem gemeinsamen Lauf hat die FTZ-Laufsportgruppe Lehermeier am Mittwoch an ihre verstorbene Laufkameradin und Freundin Elke Zellner erinnert. Anlass war ihr Geburtstag. Gemeinsam mit Familie, Freunden und Weggefährten soll daraus künftig eine feste Tradition werden.

Elke Zellner war selbst mit großer Begeisterung in der Laufsportgruppe aktiv. Deshalb lag es für ihre ehemaligen Laufkameraden nahe, an ihrem Geburtstag genau das zu tun, was sie selbst gerne gemacht hatte: gemeinsam laufen und Zeit miteinander verbringen.

Die Gruppe machte sich am frühen Abend zu einer lockeren Marterlrunde auf. Mit dabei war auch Elkes Sohn Sebastian. Unterwegs legten die Läufer einen kurzen Halt am Marterl ein und entzündeten dort gemeinsam Kerzen zum Gedenken an Elke. Im Anschluss besuchte eine kleine Abordnung Elkes Grab. Dort legte Steffi Schweikl einen Gedenkstein nieder, der bereits eine besondere Reise hinter sich hat. Er hatte Steffi Schweikl und Kerstin Zwinger im August bei einer Alpenüberquerung begleitet, die ursprünglich gemeinsam mit Elke geplant gewesen war.

Der Gedenkstein soll zu besonderen Touren mitkommen.

Der Gedenkstein soll zu besonderen Touren mitkommen.

Die Alpenüberquerung mit Gedenkstein absolviert

Elke Zellner, Steffi Schweikl und Kerstin Zwinger hatten sich vorgenommen, gemeinsam die Alpen zu überqueren. Dazu kam es nicht mehr. Rund um den ersten Todestag ihrer Freundin entschieden sich Schweikl und Zwinger dennoch, den gemeinsamen Traum zu verwirklichen und Elke symbolisch mitzunehmen. Die Tour führte vom Königssee bis zu den Drei Zinnen. Insgesamt legten die beiden mehr als 100 Kilometer, rund 8.600 Höhenmeter im Aufstieg und knapp 8.000 Höhenmeter im Abstieg zu Fuß mit über zehn Kilogramm Gepäck auf dem Rücken zurück. Der kleine Gedenkstein für Elke war während der gesamten Tour dabei. Die Alpenüberquerung wurde für Schweikl und Zwinger damit nicht nur zu einer sportlichen Herausforderung, sondern auch zu einer sehr persönlichen Erinnerungsreise. Gipfelmomente und beeindruckende Landschaften wechselten sich mit Freude, Dankbarkeit, aber auch Traurigkeit und Tränen ab.

Eine besondere Bedeutung hatte für die beiden das Wetter. Obwohl nahezu täglich Gewitter und Unwetter vorhergesagt waren, erreichten sie ihre Tagesziele jeweils trocken. Bei den Drei Zinnen zeigte sich zum Abschluss sogar die Sonne bei blauem Himmel - ein Moment, den die beiden als besonderen Gruß ihrer verstorbenen Freundin empfanden.

Mit der Niederlegung am Grab endet die Reise des Steins jedoch nicht. Die Idee der Freunde ist, ihn künftig immer wieder auf besondere Wanderungen und Bergtouren mitzunehmen und anschließend an Elkes Grab zurückzubringen. Auf diese Weise soll Elke symbolisch weiterhin bei den Unternehmungen ihrer Familie und Freunde dabei sein.

Alle Weggefährten waren willkommen

Nach dem Gedenklauf traf sich die Gruppe in der Pizzeria Isola d’Ischia in Pilsting. Dort kamen auch Sebastians Vater und Elkes Schwester hinzu. Schließlich war jeder von Elkes Weggefährten willkommen. Dabei wurde bereits über eine Fortsetzung im kommenden Jahr gesprochen. Dann würde Elke ihren 50. Geburtstag feiern. Im Raum steht eine gemeinsame Wanderung auf den Dreitannenriegel - ebenfalls ein Ort mit besonderer Bedeutung, denn dort hatte Elke ihren ersten Berglauf gemeistert.

Die Organisatoren möchten den Gedenktag künftig beibehalten und hoffen, dass sich im nächsten Jahr noch mehr Freunde und Weggefährten anschließen. Im Mittelpunkt soll dabei weiterhin nicht die sportliche Leistung stehen, sondern die Erinnerung an Elke und ihre Leidenschaft für das Laufen und die Berge.

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