Balzzeit beginnt

Die Amphibien in Dingolfing-Landau gehen auf Wanderschaft

Mit Bgeinn der ersten wärmeren Nächte begeben sich die Kröten und Frösche auf eine gefährliche Reise. So wollen Landschaftspflegeverband und Bund Naturschutz Tausende der Tiere retten.

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Schützende Hand für Erdkröten

Schützende Hand für Erdkröten

Von Redaktion Landau

Die ersten Kröten, Frösche und Molche gehen wieder auf Wanderschaft. Mit Beginn der ersten wärmeren und frostfreien Nächte machen sich die Amphibien in der Abenddämmerung und den Nachtstunden auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dort finden Balz, Paarung und Eiablage statt, wie der Landschaftspflegeverband Dingolfing-Landau mitteilt.

Ab einer Nachttemperatur von zirka fünf Grad Celsius und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere dann im Landkreis unterwegs. Ganz genau lässt sich das aber nicht vorhersagen, denn auch Frost und Trockenheit können die Wanderung unterbrechen. Doch der Weg vom Winterquartier zu den Laichgewässern ist gefährlich. Oft müssen die Amphibien Straßen überqueren und laufen dabei Gefahr überfahren zu werden.

Freiwillige Helfer sammelt die wandernden Kröten auf und bringt sie sicher über die Straße.

Freiwillige Helfer sammelt die wandernden Kröten auf und bringt sie sicher über die Straße.

Kommunale Bauhöfe, Straßenmeistereien und freiwillige Helfer des Bund Naturschutz und des Landschaftspflegeverbandes sowie engagierte Privatpersonen bauten deshalb in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen im Landkreis Dingolfing-Landau Amphibienzäune an den Straßen auf. Denn auf dem Weg zu ihren Laichgewässern sollen die wandernden Amphibien ungefährdet die Straßen queren können.

Hilfe von Ehrenamtlichen

Diese Aktion rette jährlich Tausende Amphibien im Landkreis das Leben. Ehrenamtliche Helfer sind nun an diesen Übergängen unterwegs, kontrollieren abends und morgens die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Unter anderem an folgenden Gemeinde-, Kreis- und Staatsstraßen befinden sich Amphibienzäune: Aiglkofen, Atzbach, Benkhausen, Eschlbach, Frontenhausen, Hinterkreuth, Hötzenhub-Eichendorf, Mietzing, Kellerhäuser und Walperstetten. Rund um das Krankenhaus Landau sind jeden Abend Sammler mit Eimern und Warnwesten unterwegs, da dort keine Amphibienzäune aufgebaut werden können. Im Teich des Krankenhausgartens laichen die Amphibien jedes Jahr zu Hunderten.

Bis Mitte April muss auf den Straßen mit Amphibien gerechnet werden und auch mit Personen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden auf den Straßenabschnitten unterwegs sind. Autofahrer sind aufgerufen, in diesen Bereichen in den nächsten Wochen besondere Vorsicht walten zu lassen und langsam zu fahren.

Aber auch der Rückgang von Insekten mache den Amphibien schwer zu schaffen. Hauptnahrung der Amphibien sind Insekten. Der Einsatz von Pestiziden und die Abnahme von blüten- und insektenreichen Wiesen trügen ebenso zum allmählichen Verschwinden der Kröten, Frösche und Molche bei. Darum sei es wichtig, die Artenvielfalt in den Gärten und Landschaften zu bewahren.

Fällt jemandem im Landkreis ein Straßenabschnitt auf, an dem Kröten und Frösche überfahren werden, solle er dies Michael Stadler vom Landschaftspflegeverband unter stadler.m@landkreis-dingolfing-landau.de oder dem Bund Naturschutz unter der Telefonnummer 09951/601318 melden.

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