Donau-Isar-Klinikum

Zukunft des Krankenhauses Landau: Verwaltungsrat lässt Modelle prüfen

Wie sieht die Zukunft des Landauer Krankenhauses aus? Fachkrankenhaus, Gesundheitszentrum oder Sektorübergreifender Versorger? Der Verwaltungsrat des Donau-Isar-Klinikums lässt mehrere Modelle prüfen.

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Das Donau-Isar-Klinikum Landau.

Das Donau-Isar-Klinikum Landau.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Landau

Der Verwaltungsrat des Donau-Isar-Klinikums (DIK) hat den Vorstand beauftragt, Optionen für die künftige Entwicklung des Standorts Landau und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen und dem Gremium vorzustellen. Das hat das Klinikum in einer Pressemitteilung am Donnerstagnachmittag bekanntgegeben. 

Die Ergebnisse der Prüfung sollen dem Verwaltungsrat möglichst im ersten Quartal 2027 vorgelegt werden, heißt es. Mit dem Prüfauftrag sei aber noch keine Entscheidung über die künftige Struktur des Standorts Landau gefallen, betont das Donau-Isar-Klinikum. 

Veränderungen entstehen durch die Krankenhausreform 

Hintergrund der Prüfung sind die veränderten Rahmenbedingungen für die Krankenhausversorgung. Mit der Krankenhausreform verändern sich unter anderem die strukturellen Voraussetzungen für die Leistungserbringung sowie die Finanzierung von Krankenhausleistungen, wie in der Mitteilung erklärt wird. Zugleich werden die Bündelung medizinischer Leistungen und höhere Qualitätsanforderungen künftig eine größere Rolle spielen.

Zu den wesentlichen Faktoren gehören dabei die Zuweisung der Leistungsgruppen und die künftige Vorhaltefinanzierung. Die endgültige Zuweisung der für den Standort Landau beantragten Leistungsgruppen steht derzeit noch aus.

Dennoch sollen durch die Prüfung belastbare Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden, um nach Vorliegen der maßgeblichen Rahmenbedingungen die weiteren Schritte zügig einleiten zu können.

In die Prüfung sollen der medizinische Versorgungsbedarf, der öffentliche Versorgungsauftrag, die gesetzlichen und strukturellen Voraussetzungen, die Verfügbarkeit des erforderlichen Fachpersonals sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einbezogen werden.

Ziel des Prüfprozesses sei es, mögliche Entwicklungsoptionen für den Standort Landau auf Grundlage dieser Kriterien hinsichtlich ihrer medizinischen, strukturellen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit zu bewerten. Dabei wird auch der Versorgungsbedarf berücksichtigt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weiteren Entscheidungen über die künftige Ausrichtung des Standorts. 

Das sagt Landrat Werner Bumeder 

Werner Bumeder, Landrat und stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des DIK.: „Für die weitere Entwicklung des Standorts Landau müssen wir die unterschiedlichen Rahmenbedingungen sorgfältig bewerten. Entscheidend ist, dass wir die künftige Ausrichtung nicht an einzelnen Faktoren festmachen, sondern die medizinischen, strukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gemeinsam berücksichtigen. Die ausstehende Zuweisung der Leistungsgruppen bleibt dabei ein wesentlicher Aspekt. Auf dieser Grundlage wollen wir eine verlässliche Perspektive für den Standort entwickeln. Besonders wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Landau ausdrücklich zu danken. Sie leisten Tag für Tag engagierte Arbeit für unsere Patientinnen und Patienten. Diese Leistung aller Berufsgruppen verdient unsere ausdrückliche Anerkennung und Wertschätzung.“

Werner Bumeder, Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau (Archivfoto) 

Werner Bumeder, Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau (Archivfoto) 

Das sagt Landaus Bürgermeister Matthias Kohlmayer 

Auch der Landauer Bürgermeister Matthias Kohlmayer unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung: „Für Landau ist wichtig, dass die verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig geprüft und bewertet werden. Entscheidend ist, dass die weitere Entwicklung des Standorts auf einer belastbaren Grundlage erfolgt und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Dabei gilt es auch, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu nutzen und eine Perspektive zu entwickeln, damit der Standort Landau eine Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung in der Region bleibt“, erklärt Kohlmayer. 

Landaus Bürgermeister Matthias Kohlmayer. (Archivfoto) 

Landaus Bürgermeister Matthias Kohlmayer. (Archivfoto) 

Welche Struktur und welche medizinischen Angebote künftig für den Standort Landau geeignet sind, ist Gegenstand der Prüfung. Zu den derzeit betrachteten Optionen gehören unter anderem die Fortführung als Fachkrankenhaus, die Entwicklung zu einem sektorenübergreifenden Versorger sowie die mögliche Entwicklung eines Gesundheitszentrums. Im weiteren Prüfprozess sollen die verschiedenen Optionen vertieft, Szenarien entwickelt und Gespräche mit relevanten Partnern geführt werden. Konkrete Entscheidungen über die künftige Ausrichtung des Standorts oder einzelne medizinische Angebote sind bislang nicht getroffen. Für die aktuelle Versorgung am DIK-Standort Landau ergeben sich durch den Prüfauftrag keine Veränderungen.

Mit Blick auf die Beschäftigten ist es das Ziel des Klinikums, diese auch künftig im Klinikverbund zu halten. Je nach weiterer Entwicklung des Standorts können dabei auch Beschäftigungsmöglichkeiten an anderen Standorten des DIK eine Rolle spielen. Über das weitere Vorgehen wird auf Grundlage der Ergebnisse der Prüfung beraten.

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