Kleine Auffrischung

Erste Hilfe bei Edeka: BRK-Aktion in Landau am Erste-Hilfe-Tag

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Katharina Schweikl zeigt an der Puppe, wie stark man am Brustkorb für eine erfolgreiche Herzdruckmassage eindrücken muss.

Katharina Schweikl zeigt an der Puppe, wie stark man am Brustkorb für eine erfolgreiche Herzdruckmassage eindrücken muss.

Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages rief das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die Bürger am Samstag mit zahlreichen Aktionen dazu auf, ihre Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen und sich zugleich stärker mit der eigenen Vorsorge für außergewöhnliche Notlagen auseinanderzusetzen. Auch im Landkreis Dingolfing-Landau waren einige Aktionen geplant. So war das BRK in Landau mit einem Rettungswagen und einer Puppe für Wiederbelebungsmaßnahmen auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes an der Hochstraße anzutreffen.

Claudia Altmann und Katharina Schweikl, begleitet von ihrem Maskottchen, der Hündin Paula, hatten für Interessierte nicht nur etliche Informationen an der Hand, sondern ermöglichten allen auch, ihr Wissen an einer Puppe einmal etwas aufzufrischen.

Katharina Schweikl (v.l.), Claudia Altmann, Kreisbereitschaftsleiter Tobias König und Verena Eberl, Geschäftsstellenleitung Gesundheitsregion plus

Katharina Schweikl (v.l.), Claudia Altmann, Kreisbereitschaftsleiter Tobias König und Verena Eberl, Geschäftsstellenleitung Gesundheitsregion plus

Warum im Notfall jede Sekunde zählt

Wiederbelebung sei immer noch ein Thema, vor dem die Menschen zurückschreckten, aus Angst, etwas falsch zu machen, erklärte Katharina Schweikl. Gerade einmal 55 Prozent der Wiederbelebungen in Deutschland werden von Laien ausgeführt. Eine erschreckend niedrige Zahl, vor allem, da bei einem Herzstillstand jede Minute zählt und der Rettungsdienst ab der Alarmierung bis zu zehn Minuten benötigen kann. Das bedeutet, dass in einem solchen Fall erst nach zwölf Minuten, und das auch nur, wenn der Notfall sofort bemerkt wird, ein Experte die Wiederbelebung übernehmen kann.

In Norwegen und Tschechien hingegen werden jeweils über 80 Prozent der Wiederbelebungen von Laien durchgeführt.

Eine gute Nachricht ist allerdings, dass die Aktionen des BRK jedes Jahr mehr Wirkung zeigen. Noch im Jahr 2012 zeigte die Statistik, dass die Wiederbelebungsrate bei unter 20 Prozent lag. Claudia Altmann stellte am Samstag zudem erfreut fest, dass immer mehr Erwachsene das Thema ernst nehmen und regelmäßig Auffrischungskurse besuchen. „Vor einigen Jahren war das noch ganz anders“, erklärte Altmann. Obwohl es schon lange empfohlen wird, dass Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre durch eine Auffrischung aktualisiert werden, wurde diese Empfehlung lange Zeit ignoriert.

Neben Informationsmaterial zur Wiederbelebung verteilten Claudia Altmann und Katharina Schweikl auch eine Übersicht über alle zwölf Defibrillatoren im Stadtgebiet von Landau. Und: Es gab auch Masken zur Mund-zu-Mund-Beatmung.

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