Schutzpatron

Statuenweihe zu Ehren des Heiligen Nepomuk in Plattling

Der heilige Nepomuk hat nun eine ihm geweihte Statue in Plattling. Das gebührend zu feiern, ist kompliziert - die Feierlichkeiten müssen in Etappen stattfinden.

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Die neue Statue auf dem Bruckstadl-Gelände, die im Mai von Mitgliedern dort aufgestellt wurde, wurde eingeweiht.

Die neue Statue auf dem Bruckstadl-Gelände, die im Mai von Mitgliedern dort aufgestellt wurde, wurde eingeweiht.

Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse am Wochenende hatten sich die Verantwortlichen des Nepomukvereins dazu entschieden, das Fest zu Ehren des Heiligen Nepomuk in Etappen zu feiern. Den Festgottesdienst am Sonntag in der Stadtpfarrkirche St. Magdalena zelebrierte Weihbischof Josef Graf mit Stadtpfarrer und Dekan Josef K. Geismar, Kaplan Matthäus Palakkeel und Pfarrer Karl Raster. Er fand allerdings lediglich mit ein paar Vereinen statt, da es anschließend keinen Festzug gab. Die Wasserprozession auf der Isar soll nun am Freitag, 1. August, nachgeholt werden.

In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Graf an den tschechischen Heiligen, dessen Statuen man an vielen Brücken in Europa findet. Die Flößer haben ihn als Patron gewählt, weil die Arbeit früher schwieriger und gefährlicher war.

Weihbischof Josef Graf zelebrierte mit Stadtpfarrer und Dekan Josef K. Geismar, Kaplan Matthäus Palakkeel und Pfarrer Karl Raster den Festgottesdienst. In seiner Predigt ging er auf das Wirken des Heiligen Nepomuk ein.
Weihbischof Josef Graf zelebrierte mit Stadtpfarrer und Dekan Josef K. Geismar, Kaplan Matthäus Palakkeel und Pfarrer Karl Raster den Festgottesdienst. In seiner Predigt ging er auf das Wirken des Heiligen Nepomuk ein.
Weihbischof Josef Graf zelebrierte mit Stadtpfarrer und Dekan Josef K. Geismar, Kaplan Matthäus Palakkeel und Pfarrer Karl Raster den Festgottesdienst. In seiner Predigt ging er auf das Wirken des Heiligen Nepomuk ein.
Ehrengäste waren unter anderem Schirmherr Staatsminister Christian Bernreiter (3. v. l.), stellvertretender Landrat Roman Fischer (2. v. l.) sowie die Bürgermeister Hans Schmalhofer (4. v. l.) und Franz Geisberger (l.).
Ehrengäste waren unter anderem Schirmherr Staatsminister Christian Bernreiter (3. v. l.), stellvertretender Landrat Roman Fischer (2. v. l.) sowie die Bürgermeister Hans Schmalhofer (4. v. l.) und Franz Geisberger (l.).
Ehrengäste waren unter anderem Schirmherr Staatsminister Christian Bernreiter (3. v. l.), stellvertretender Landrat Roman Fischer (2. v. l.) sowie die Bürgermeister Hans Schmalhofer (4. v. l.) und Franz Geisberger (l.).

Der Heilige Nepomuk ist Patron der Schiffsleute, aber auch Patron anderer Berufsgruppen, wie der der Fischer oder Müller. Bekannt ist Nepomuk auch als Hüter des Beichtsiegels, weil er sich weigerte, das Beichtgeheimnis zu brechen und zu erzählen, was die der Untreue verdächtigten Frau von König Wenzel IV. ihm anvertraut hatte.

Mit dem Leben bezahlt

Der Weihbischof führte aus, dass es Situationen gebe, in denen das Schweigen sinnvoll sei, und zitierte ein lateinisches Sprichwort: „Si tacuisses, philosophus mansissesaber (Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben).“ Im Deutschen heißt das Sprichwort: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Es gebe aber auch Situationen, in denen man nicht schweigen dürfe, etwa, wenn Unrecht geschehe oder Falsches behauptet werde, stellte Graf fest. Was damals 1393 wirklich vorgefallen war, als Nepomuk zur Bestrafung von der Karlsbrücke in die Moldau gestürzt und ertränkt wurde, gehe aus historischen Quellen nicht genau hervor. Man nehme an, dass Johannes Nepomuk als Generalvikar des Erzbischofs von Prag in Streitigkeiten zwischen dem Erzbischof und dem König hineingeraten war und nicht geschwiegen, sondern mutig seine Stimme erhoben hatte. Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Vereinsmitglieder und die Geistlichkeit zum Mittagessen im Bruckstadel. Immer wieder kam es zu heftigen Regenschauern, doch als für kurze Zeit die Sonne scheinte, konnte die Weihe der neuen Statue auf dem Gelände vollzogen werden.

Neue Heimat gefunden

Zu deren Erwerb erzählte Vorsitzender Michael Weiß, dass diese lange Jahre ihren Platz in einer Pension in Emmering hatte und bei einem Umbau im Weg stand. Glücklicherweise habe der Verein davon erfahren und konnte sie erwerben. Die Statue ist etwa zwei Meter hoch und 560 Kilogramm schwer. Weihbischof Josef Graf zeigte sich erfreut, dass diese Statue in Plattling nun einen neuen Platz gefunden hat. Bereits im Mai wurde sie vom Verein aufgestellt.

Die Wasserprozession soll nun am Freitag, 1. August, mit dem Nepomukfest verbunden werden und um 18 Uhr am Bruckstadl neben der Isarbrücke beginnen. Um 20.30 Uhr ist die feierliche Einholung der Nepomuk-Statue mit der Verlegung auf die Plätte geplant.

Etwa gegen 21 Uhr soll die Wasserprozession mit Fackelschwimmern, geschmückten Booten und der Plätte mit der Statue am Schluss starten. Anschließend ist ein Brillantfeuerwerk geplant, der Fest- und Barbetrieb geht am Bruckstadl weiter.

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