Unwetterschaden
Sturm fegt Storchennest in Cham vom Dach - ein Jungvogel ist gestorben
Die heftigen Windböen am Wochenende haben in der Propsteistraße für traurige Bilder gesorgt. Ein Storchennest wurde am vergangenen Samstag vom Dach geweht und vollständig zerstört. Für das dort brütende Storchenpaar dürfte die diesjährige Brutsaison damit vorzeitig beendet sein.
„Der Sturm hat sie voll dawischt“, sagt Storchenbeauftragte Jutta Vogl, die am Samstag zum Ort des Geschehens gerufen wurde. Das Nest sei erst in dieser Saison gebaut worden und habe deshalb noch nicht die Stabilität älterer Horste besessen. Die Äste wurden durch die Wucht des Windes weit verstreut. Besonders tragisch: Ein Jungvogel überlebte den Absturz nicht.
Keine Vorhersage möglich
Wie die beiden Altvögel jetzt weitermachen, lässt sich schwer voraussagen. „Die Brutsaison ist heuer beendet für die beiden“, erklärt Vogl. Nun müsse beobachtet werden, wie sich das Paar verhält. Möglich sei, dass die Tiere noch einmal mit dem Bau eines neuen Nestes beginnen. Sicher vorhersagen lasse sich das jedoch nicht. „Das Verhalten ist unterschiedlich, man weiß es nicht so genau“, so die Storchenexpertin. Immerhin gibt es auch eine gute Nachricht: Die übrigen Storchenhorste in der Umgebung haben den Sturm unbeschadet überstanden. Auch das betroffene, unberingte Storchenpaar selbst blieb unverletzt.
Aufmerksame Anwohner
Vogl bedankt sich in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich bei den Anwohnern der Propsteistraße. „Herr Burgner hat den Jungvogel gleich weggeräumt, damit er nicht noch überfahren wird“, sagt Vogl. „Und Frau Lauerer hat das Nest immer im Blick“, fügt sie hinzu. „Die haben da einfach ein Auge drauf und melden sich dann auch. Das ist nicht selbstverständlich“, lobt die Storchenbeauftragte.
Trotz des schmerzlichen Verlusts des Jungvogels hoffen die Storchenfreunde nun, dass das Paar den Rückschlag übersteht und im kommenden Jahr wieder einen neuen Brutversuch startet. Bis dahin wird das Geschehen am Horst beobachtet.








