Cham

Paukenschlag: "Unknown Passenger" löst sich auf - Berater plant nur mit Sängerin Leonie

Die Tage des Trios sind von nun an gezählt. Seitens des musikalischen Leiters der RTL-Sendung 'Rising Star' plant man nur noch mit Sängerin Leonie. (Foto: Unplugged Photography)

Die Tage des Trios sind von nun an gezählt. Seitens des musikalischen Leiters der RTL-Sendung "Rising Star" plant man nur noch mit Sängerin Leonie. (Foto: Unplugged Photography)

Von raa

Schluss, aus, vorbei! "Unknown Passenger" hat sich aufgelöst. Am Mittwochnachmittag ließen die Rising-Star-Gewinner auf ihrer Facebook-Seite die Bombe platzen.

Der Grund für die unerwartete Trennung: Sängerin Leonie Burger hat sich dazu entschieden die Band zu verlassen, um künftig als Solokünstlerin weiterzumachen. "Ja, das stimmt. Aber es war gewiss kein einfacher Entschluss. Die letzten Wochen verliefen sehr unglücklich", sagt die 17-jährige Schülerin auf Nachfrage der Chamer Zeitung. Eigentlich wurde vor kurzem noch kolportiert, dass die Combo trotz des verweigerten Plattenvertrags nun in Eigenregie ein Album aufnehmen möchte. Warum kam es aber jetzt zu dem abrupten Ende? Ausschlaggebend dafür war ein Gespräch mit dem musikalischen Leiter der RTL-Sendung, der dem Trio auch nach der Show betreuend zur Seite stand. In München gab er den Bandmitgliedern vor knapp drei Wochen unmissverständlich zu verstehen, dass er künftig nur noch mit Leonie zusammenarbeiten möchte.

Schon während der Show war der Fokus auf Leonie gerichtet

"Diese Botschaft war unglaublich enttäuschend für uns", erklärt Julian Vogl (Max Böhle war für eine Stellungnahme kurzfristig nicht erreichbar). Der Stachel sitzt noch immer tief und rückblickend gibt der 19-jährige Student auch zu, dass er lange Zeit zu blauäugig war und sich zu viel von dem Musikberater erwartet hat. "Schon während der Show hat er große Sympathien für Leonie gehegt. Max und mich beachtete er eigentlich nur am Rande", erinnert er sich. "Eigentlich hätten wir damit rechnen können, dass er uns irgendwann fallen lässt." Trotzdem baute Julian lange Zeit auf den Profi, schließlich hatte dieser bereits mit bekannten Größen wie Black Sabbath, Motörhead, No Angels, und Bro`Sis zusammengearbeitet. "Ich dachte, dass er uns mit seinen Kontakten weiterhilft und uns wertvolle Tipps gibt. Als wir uns in München mit ihm trafen, wollten wir eigentlich mit ihm über das neue Album sprechen. Ich hatte dafür auch schon einen Song komponiert, aber er hatte daran überhaupt kein Interesse mehr gezeigt", gibt Vogl zähneknirschend zu.

Leonie kann den Frust ihres Bandkollegen gut nachvollziehen: "Das war eine schwierige Situation und es tut mir unglaublich Leid für Julian und Max. Mit beiden habe ich den vergangenen Monaten viel durchgemacht. Nach dem Erfolg bei der Casting-Show waren wir absolut zuversichtlich, dass wir gemeinsam etwas aufbauen werden." Als ihr der Musikberater aber dieses Angebot vorlegte, musste sie erst mal kräftig Schlucken, denn sie steckte nun in einer echten Zwickmühle: Einerseits hätte sie gerne mit ihren Freunden weitergemacht, andererseits lockte die Aussicht auf eine Solokarriere. "Er sieht sehr viel Potential in mir und möchte dieses auch so weit wie möglich auch ausschöpfen. Der Band gab er dagegen keine Chance mehr", erklärt Leonie. Bedeutsam war für sie aber die Tatsache, dass der Experte sie nicht nur musikalisch fördern kann, sondern sie auch in die Schauspielerei und das Model-Business hineinschnuppern lässt. In absehbarer Zeit möchte er dann mit ihr auch einen Song produzieren.

"Wir wollten Leonie nicht im Weg stehen"

"Die Show hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich habe gemerkt, dass ich gerne auf der Bühne stehe. Die Zusammenarbeit mit diesem Profi ist wirklich eine einmalige Chance. Er hat mir zwar keine konkreten Versprechen gemacht, aber er kann mir bestimmt in vielen Bereichen die Tür öffnen. Das muss ich einfach ausprobieren", begründet Leonie letztendlich ihre Entscheidung. Aber musste sich "Unknown Passenger" deswegen gleich auflösen? "Natürlich haben wir auch über ein Fortbestehen der Band gesprochen. Es hat sich aber schnell herauskristallisiert, dass sich dies unter den neuen Bedingungen schwierig gestalten wird und die Tage des Trios praktisch gezählt sind", sagt die Sängerin. Julian meint dazu: "Max und ich wollten Leonie nicht im Weg stehen. Sie wäre dumm, wenn sie diese großartige Möglichkeit nicht nutzen würde. Die Proben und die Auftritte verschlingen aber eine Menge Zeit, die sie künftig kaum mehr für uns aufbringen kann. Eine Band funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Da sind wir realistisch."

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