Auftaktveranstaltung

Stadt Bad Kötzting startet kommunale Wärmeplanung

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Auftakt zur kommunalen Wärmeplanung im Rathaus (vorne, v. li.): Bürgermeister Markus Hofmann mit Christina Albrecht und Johann Seebauer (Bayernwerk Netz GmbH). Dahinter (v. li.) Nils Schild (INEV), Maya Joachimstaller (Bauamt) und Geschäftsleiter Karl-Heinz Lummer

Auftakt zur kommunalen Wärmeplanung im Rathaus (vorne, v. li.): Bürgermeister Markus Hofmann mit Christina Albrecht und Johann Seebauer (Bayernwerk Netz GmbH). Dahinter (v. li.) Nils Schild (INEV), Maya Joachimstaller (Bauamt) und Geschäftsleiter Karl-Heinz Lummer

Von Redaktion Kötzting

Wie kann der Wärmebedarf in Bad Kötzting in Zukunft aus erneuerbaren Energien gedeckt werden? Das soll die kommunale Wärmeplanung aufzeigen. Die Stadt hat damit die Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) beauftragt. "Wir wollen für die Zukunft gut aufgestellt sein", sagte Bürgermeister Markus Hofmann bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus.

Prioritäten setzen

"Es ist ein Thema, das die Bürger bewegt", machte Bürgermeister Hofmann deutlich. Und: Bad Kötzting hat schon 20 Jahre Erfahrung mit Fernwärme. Drei Hackschnitzel-Heizwerke der Bayerwaldwärme Bad Kötzting GmbH & Co. KG versorgen 25 Gebäude und öffentliche Einrichtungen mit Wärme, darunter die Aqacur-Badewelt, die Kindergärten im Stadtgebiet, Schulen und Wohngebäude. "Wir sind hier schon gut aufgestellt, aber noch nicht am Ende des Weges", so der Bürgermeister. Wie dieser Weg in eine klimaneutrale Wärmezukunft aussehen kann, das soll die kommunale Wärmeplanung (KWP) beschreiben. Städte wie Bad Kötzting mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen sie laut den gesetzlichen Vorgaben bis zum 30. Juni 2028 vorlegen. Christina Albrecht, Projektleiterin der Bayernwerk Netz GmbH, betonte beim Gespräch im Rathaus, die KWP liefere einen Fahrplan für konkrete Maßnahmen und setze Prioritäten für die Zukunft.

Es müsse nicht in jedem Teil des Stadtgebiets zwangsläufig auf ein Wärmenetz hinauslaufen. Dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen würden auch eine Rolle spielen.

Aufgabe des Instituts für nachhaltige Energieversorgung (INEV) ist es dabei, mit Unterstützung der Verwaltung profunde Daten etwa zu Gebäudetypen, Baualtersklassen, Verbrauchern, Erzeugern und Energiequellen zu erheben und auszuwerten. "Wir wollen alle relevanten Akteure in Bad Kötzting zusammenbringen", sagte INEV-Teamleiter Nils Schild.

Kommunalbetreuer Johann Seebauer von der Bayernwerk Netz sagte, eine kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit sei von zentraler Bedeutung. Daher gehört auch die Organisation einer Bürgerinformationsveranstaltung zu den Aufgaben, die auf der Agenda der KWP stehen.

Detailplanung

Aufgabe der Wärmeplanung ist es nach den gesetzlichen Vorgaben nicht, eine Detailplanung zur technischen Umsetzung und zur wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern oder gar fixe Preise für die Wärmelieferung an Endkunden. "Das wäre nach Abschluss der KWP dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die nächste Aufgabe", so Albrecht.

Unabhängig von der KWP gilt seit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für Städte in der Größenordnung von Bad Kötzting, dass neue Gas- oder Ölheizungen für den Gebäudebestand ab dem 1. Juli 2028 nur zulässig sind, wenn sie zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Bei Neubauten gilt die 65-Prozent-Regel sofort. "Auch darüber werden wir im Rahmen der Bürgerbeteiligung noch gesondert informieren", kündigte Bürgermeister Markus Hofmann an.

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