Ein Tag vor Festbeginn
So feiert das Unternehmen Josef Rädlinger auf dem Kötztinger Volksfest

Doris Zitzelsberger
Josef Rädlinger und seine Frau Petra begrüßten ihre Mitarbeiter am Eingang des Festzelts.
Die Belegschaft aufs Volksfest einladen – das klingt erst mal nicht besonders ungewöhnlich. Dass ein Unternehmen aber einen kompletten Rummel samt Fahrgeschäften, Buden und Festzelt mietet, um dort exklusiv sein Sommerfest zu feiern, dürfte Seltenheitswert haben. Die Josef Rädlinger Unternehmensgruppe ließ sich nicht lumpen und pachtete am Freitag den Festplatz in Bad Kötzting: Rund 2.500 Mitarbeiter hatten die Gelegenheit, nach Lust und Laune Happy Monster zu fahren, Schokospieße zu naschen oder das süffige Festbier zu genießen.
Offizieller Eröffnungstermin des Kötztinger Heimatfestes ist der Pfingstsamstag. Dieses Jahr allerdings steppte am Jahnplatz bereits einen Tag früher der Bär. Beim Start des JR-Sommerfestes um 16 Uhr schüttete es zwar wie aus Kübeln, aber rund 30 Minuten später hatte Petrus ein Einsehen und die Sonne kam zum Vorschein. Die Schausteller putzen schnell ihre Fahrgeschäfte, Märchenland-Express, XXL-Schaukel, Autoscooter und Co. setzten sich in Bewegung.
Die JR Unternehmensgruppe mit Sitz in Windischbergerdorf hatte im Vorfeld eine Pauschale mit den Schaustellern vereinbart, sodass jeder Gast – so oft er wollte beziehungsweise so lange der Magen mitspielte – die Fahrgeschäfte nutzen durfte. Vor allem für Kinder und Jugendliche ein Traum. Aber auch Eltern und Großeltern genossen es sichtlich, einmal nicht aufs liebe Geld achten zu müssen und den Sprösslingen jeden Wunsch zu erfüllen.
Im voll besetzten Festzelt sorgte die Regensburger Kultband „Erwin und die Heckflossen“ für Partystimmung, die Obertrübenbacher Rock ’n’ Roller „Rock Banditos“ begeisterten mit ihrem Auftritt. Ähnlich wie bei den Fahrgeschäften waren für alle Beschäftigten und deren Familien die Getränke gratis. Fürs Essen erhielt jeder Gast Wertgutscheine, die nach Belieben gegen Volksfestschmankerl wie Gickerl, Schweinshax'n oder Brez’n mit Emmentaler eingelöst wurden.
Anschließend zur „We are one“ – den Geist des Firmenslogans beschwor Josef Rädlinger in seiner Ansprache. Seit ihrer Gründung im Jahr 1963 entwickelte sich die Unternehmensgruppe von einem Ein-Mann-Betrieb zu einem familiengeführten Bauunternehmen mit über 2.000 Mitarbeitern an insgesamt neun Standorten. Deutschlandweit wickelt die Unternehmensgruppe Bauprojekte verschiedenster Größenordnungen ab.
„Dieses Sommerfest wird in die Geschichte eingehen“, sagte Rädlinger und lobte im selben Atemzug die ganze Belegschaft: „Wir sind eine Top-Firma – dank euch!“ Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. Der Festtrubel endete zwar gegen 23 Uhr – die Nimmermüden aber trafen sich anschließend noch zur „After Party“ im Zinnober.



















