Zivilcourage belohnt
Polizei ehrt zwei Ersthelfer nach schwerem Unfall in Bad Kötzting

PI Bad Kötzting
Polizeihauptmeister Christian Schreiner (l.) und Polizeihauptkommissar Thomas Schmidt (r.) dankten Wladimir Hammann (2.v.l.) und Josef Bielmeier für ihren Einsatz.

Freudestrahlende Gesichter bei der Polizeiinspektion Bad Kötzting: Für ihr beherztes Eingreifen wurden zwei Männer ausgezeichnet. Der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Kötzting, Polizeihauptkommissar Thomas Schmidt, überreichte Josef Bielmeier und Wladimir Hammann ein Dankschreiben des Oberpfälzer Polizeipräsidenten Thomas Schöniger, verbunden mit einer Belohnung.
Rückblick: Ende Februar ereignete sich in den Mitternachtsstunden an der Ampel-Kreuzung am Zeltendorfer Weg ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Autofahrer geriet mit seinem Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab, touchierte die Leitplanke, überfuhr zwei Ampelanlagen, mehrere Stromverteilerkästen und kam schließlich erst an Steingabionen zum Stehen.
Bielmeier und Hammann passierten zufälligerweise und unabhängig voneinander die Unfallstelle. Ohne zu zögern, agierten sie in vorbildlicher Weise: Sie sicherten die Unfallstelle und setzten sofort den Notruf ab. Zeitgleich kümmerten sie sich um den noch im Fahrzeug sitzenden Unfallfahrer. Unter größter Kraftanstrengung schafften es die beiden Ersthelfer dann gemeinsam, den verunfallten Fahrer aus dem demolierten Fahrzeug zu befreien, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.
Flucht des Verursachers vom Unfallort verhindert
Danach betreuten sie den Unfallfahrer und führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Im weiteren Verlauf wurde dessen Flucht von der Unfallstelle verhindert, sodass er der Polizei übergeben werden konnte. Laut Polizei stellte sich später heraus, dass der Unfallfahrer erheblich alkoholisiert war und dem Ermittlungsstand zufolge mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen war.
Ohne den Einsatz von Hammann und Bielmeier wäre eine umgehende Erstversorgung des Unfallfahrers nicht möglich gewesen. Weiterhin hätte ein stark beschädigtes Unfallfahrzeug ohne Fahrer mit hoher Wahrscheinlichkeit größere Suchmaßnahmen nach sich gezogen.
Polizeihauptkommissar Schmidt zollte den beiden Männern Respekt: „Hinschauen statt wegschauen ist wahrlich nicht mehr selbstverständlich. Sie handelten aus Rücksicht und dem Hilfegedanken heraus vorbildlich, halfen sofort und versorgten den Verunfallten. Sie können stolz auf sich sein.“
