Ehrenamtliche Arbeit
Bad Kötztings Stadtpfarrer freut sich auf neues „Beratungsgremium“

Lisa-Maria Rackl
Thomas Winderl macht auf die Wahl des neuen Pfarrgemeinderats aufmerksam, die am Wochenende ansteht. „Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern, die das Pastoralteam unterstützen“, sagt Bad Kötztings Stadtpfarrer.
„Ich freue mich, dass wir wieder Kandidaten gefunden haben“, sagt Thomas Winderl mit Blick auf die Pfarrgemeinderatswahlen am kommenden Wochenende. Die Liste der Bewerber sei gemischt. „Manche hören auf, was mir leidtut. Aber es ist schön, dass neue nachkommen“, meint der Stadtpfarrer. Außerdem habe er die Zusage bekommen, dass diejenigen, die ausscheiden, trotzdem noch da sein wollen, wenn sie gebraucht werden. „Das finde ich ganz gut“, betont er.
Wie Winderl erklärt, sei der Pfarrgemeinderat vom Bistum in den neuen Statuten als ein wichtiges Gremium bestätigt worden. Damit werde die ehrenamtliche Arbeit der Personen gewürdigt, „die massiv unterstützen und mitgestalten“, findet der Geistliche. Für Bad Kötzting werden 15 Mitglieder gewählt, für Wettzell fünf Personen. Beide Pfarreien bilden erneut einen Gesamtpfarrgemeinderat. „Das war für mich wichtig“, sagt Winderl.
Was in den vergangenen Jahren vom Gremium erarbeitet wurde? Hier nennt der Stadtpfarrer mehrere Punkte - allen voran die Erstellung eines Konzepts gegen sexualisierte Gewalt, die abwechslungsreiche und würdevolle Gestaltung des Kirchenjahres und das ökumenische Pfarrfest, mit dem ein „richtiges Zeichen“ gesetzt worden sei.
„Klamme Kasse“
Das neue Gremium wird ein pastorales Konzept erarbeiten, blickt Winderl in die Zukunft. Für ihn sei der Pfarrgemeinderat ein wichtiges Beratungsgremium: „Ich bin froh, wenn Leute ihre Meinung zu pastoralen Angelegenheiten sagen.“ Auch was die Bewertung der kirchlichen Immobilien in der Pfingstrittstadt angehe, seien die Stimmen aus dem Pfarrgemeinderat gefragt: „Das ist ein Thema, das bei klammer Kasse in Bad Kötzting ansteht“, macht Thomas Winderl deutlich. Man müsse sich die Frage stellen, welche es für die pastorale Arbeit brauche und welche man sich nicht mehr leisten könne. Nach Rücksprache mit dem Pfarrgemeinderat sei zu klären, welche Gebäude es braucht, um weiterhin Gemeinde sein zu können: „Das ist ein Prozess, der emotional schwierig, aber wichtig ist.“
Wann wird wo gewählt?
Die Präsenzwahl findet zu folgenden Zeiten und an folgenden Orten statt:
• Bad Kötzting: am Samstag, 28. Februar, von 17.30 bis 19.30 Uhr und am Sonntag, 1. März, von 8 bis 12 Uhr im Pfarrzentrum
• Steinbühl: Sonntag, 1. März, von 8 bis 10.30 Uhr im Pfarrheim
• Weißenregen: Sonntag, 1. März, von 11 bis 12 Uhr in der Kirche
• Wettzell: Samstag, 28. Februar, von 18.30 bis 20.30 Uhr und am Sonntag, 1. März, von 9.30 bis 12 Uhr im Pfarrheim
Briefwahlunterlagen können noch bis einschließlich Freitag, 27. Februar, im Pfarrbüro abgeholt werden. Diese müssen dann bis Sonntag, 1. März, 12 Uhr, in den Briefkasten geworfen werden.
Die Kandidaten
In der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Bad Kötzting:
Klaus Adam, 49 Jahre, Maurermeister; Lisa Amberger, 65 Jahre, Rentnerin; Alois Brunner, 60 Jahre, Wassermeister; Sebastian Brunner, 45 Jahre, Lehrer; Mirjam Bummer, 45 Jahre, Physiotherapeutin; Otto Falter, 47 Jahre, Betriebswirt; Judith Fröhlich, 50 Jahre, Lehrerin; Christine Graßl, 53 Jahre, Verkäuferin; Kathrin Kolbeck, 46 Jahre, Wirtschaftsfachwirtin; Magdalena Kolbeck, 28 Jahre, Erzieherin; Martin Schlossbauer, 71 Jahre, Internist; Tina Schmidt, 46 Jahre, Sozialpädagogin; Bettina Simstich, 60 Jahre, med. techn. Radiologieassistentin; Claudia Weinberger, 58 Jahre, Mesnerin; Martina Zankl, 61 Jahre, Erzieherin.
Pfarrei St. Laurentius, Wettzell:
Franziska Bergbauer, 71 Jahre, Rentnerin; Maria Anna Graßl, 71 Jahre, Rentnerin; Herbert Hackl, 55 Jahre, Schreiner; Adolf Kastl, 70 Jahre, Rentner; Steffi Schreiber, 47 Jahre, Physiotherapeutin; Susana Elvira Vasquez Rocha, 58 Jahre, Bauingenieurin.
