USA

Trumps Stabschefin Wiles verlässt das Weiße Haus

Trumps Stabschefin Susie Wiles geht. (Archivbild)

Trumps Stabschefin Susie Wiles geht. (Archivbild)

Autorenprofile
Von dpa

Wenige Tage nach dem verheerenden Wahldebakel der Republikaner baut US-Präsident Donald Trump seinen engsten Machtzirkel im Weißen Haus um. Stabschefin Susie Wiles, die auch Trumps Präsidentschaftswahlkampf geleitet hatte, gibt den Posten ab, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Auf die Stelle setzt er ab Montag den bisherigen Vizestabschef Stephen Miller, der mit hinter der aggressiven Migrationspolitik des Präsidenten steht.

Bei den Kongresswahlen hatten die Republikaner ihre Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren. Das ist ein verheerendes Ergebnis für Trump, der die Wahlen zu einer Abstimmung über seine Politik gemacht hatte. Seither laufen Positionskämpfe in der Republikanischen Partei um die künftige Ausrichtung. Zudem gingen Spekulationen los, ob Trump sein Kabinett und seinen Machtzirkel umbauen wird.

Miller fiel vor allem durch aggressive Rhetorik auf. (Archivfoto)

Miller fiel vor allem durch aggressive Rhetorik auf. (Archivfoto)

Wiles ist nun offensichtlich der erste Fall. Sie soll allerdings im politischen Umfeld Trumps bleiben. Wiles habe bereits am Donnerstagabend ihren Rücktritt eingereicht, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf einen Insider.

Der 41-jährige Miller ist für seine Hardliner-Positionen bekannt. Er ist einer der wenigen Berater Trumps, der die erste Amtszeit komplett überstanden hat. Die Jahre der Präsidentschaft von Joe Biden nutzte Miller, um die Grundlage für Trumps neuen Anlauf zu legen. Er schrieb als einer der ganz engen Vertrauten Trumps viele seiner Reden und gilt als intellektuelle Wurzel von dessen Politik. In Trumps zweiter Amtszeit fiel Miller vor allem mit umstrittenen Aussagen zu Migration und Geburtsrecht auf.

Für was Wiles stand

Als Stabschefin war Wiles verantwortlich dafür, den Regierungsalltag des Präsidenten zu organisieren. Die 69-jährige politische Strategin gilt als extrem loyal und diskret. Wiles war die erste Frau auf dem Posten und war zuvor unter anderem Trumps Wahlkampfmanagerin.

Im Frühjahr war bekanntgeworden, dass Wiles an Brustkrebs erkrankt war. „Susie ist als eine meiner engsten und wichtigsten Beraterinnen eine starke Persönlichkeit und zutiefst dem Dienst am amerikanischen Volk verpflichtet“, schrieb Trump damals. Im September gab Wiles bekannt, den Kampf gegen die Krankheit gewonnen zu haben.

In den Fokus der Öffentlichkeit geriet Wiles im Dezember vergangenen Jahres wegen eines Artikels der „Vanity Fair“. Wiles hatte darin überraschend unverblümt und auch harsch über ihren Chef geurteilt. Trump habe die „Persönlichkeit eines Alkoholikers“, sagte sie beispielsweise. Das Magazin zitierte an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch. Wiles warf dem Magazin später vor, Aussagen aus dem Kontext gerissen zu haben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.