Hybride Bedrohung

Sprengstoff-Drohne aus Moskau? - Regierung hält sich bedeckt

Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. (Archivfoto)

Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. (Archivfoto)

Von dpa

Die Bundesregierung will sich weiterhin nicht öffentlich dazu äußern, wer für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich ist. Auf Berichte von Medien des Springer-Verlags angesprochen, wonach die Regierung davon ausgeht, dass Russland hinter dem Vorfall steckt, sagte ein Regierungssprecher: „Die Bundesregierung beteiligt sich nicht an Spekulationen. Relevant ist allein die offizielle Zuordnung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und unter Abwägung aller Ermittlungsergebnisse vornimmt.“

„Welt am Sonntag“, „Politico“ und „Bild“ berichteten unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, die namentlich nicht genannt werden, die Regierung bereite ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Moskau vor.

Reaktion soll bald kommen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Donnerstag in einem TV-Interview gesagt, dass die Bundesregierung bald die Urheberschaft des Angriffs abschließend feststellen und es dann „dazu sehr bald auch eine entsprechende Reaktion geben“ werde. Bereits am Dienstag bei der Kabinettsklausur hatte er betont, die Urheber hybrider Angriffe würden „dafür bezahlen“.

Aus Regierungskreisen war zu hören, bei einem so gravierenden Fall sei es mit der Ausweisung von einem oder zwei Diplomaten nicht getan. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte erklärt, man wolle erst den Beweis führen und dann die Konsequenzen überlegt haben und auch zur Anwendung bringen können.

Schwerwiegender Angriff

Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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