Steinmeier-Nachfolge

SPD nominiert Michel Friedman für die Bundesversammlung

Michel Friedman verbindet die Wahl des nächsten Staatsoberhauptes mit der Warnung vor einer Partei, die «die Verfassung mit Füßen tritt». (Archivbild)

Michel Friedman verbindet die Wahl des nächsten Staatsoberhauptes mit der Warnung vor einer Partei, die «die Verfassung mit Füßen tritt». (Archivbild)

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Von dpa

Der Publizist Michel Friedman soll im Januar über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mitentscheiden. Die hessische SPD-Landtagsfraktion will den ehemaligen Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland am Dienstag für die Bundesversammlung nominieren, wie die Partei mitteilte.

Die Entscheidung fiel unter Einbindung von SPD-Bundestagsfraktionschef Matthias Miersch. Der würdigte den 70-Jährigen mit den Worten: „Michel Friedman steht wie nur wenige andere für die entschiedene Verteidigung unserer freiheitlichen Demokratie. Sein Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit ist gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte und Institutionen unter Druck geraten, von besonderer Bedeutung.“

Friedman selbst ließ sich mit den Worten zitieren, für einen leidenschaftlichen Demokraten sei es eine große Ehre, den nächsten Bundespräsidenten zu wählen. „In einer Zeit, in der eine Partei die Verfassung mit Füßen tritt und sie zerstören will, ist diese Wahl von höchster Bedeutung. Ich danke der SPD, der ältesten, demokratischen Partei, dass sie mich nominiert hat“, so Friedman.

Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar

Der hessische SPD-Fraktionschef Tobias Eckert erinnerte an die Rede, die Friedman vor zwei Jahren bei einer Feierstunde im Landtag zum Gedenken an den 50. Todestag von Oskar Schindler gehalten hatte. „Sie war sozusagen die Essenz dessen, wofür Michel Friedman steht: entschiedener Widerstand gegen Antisemitismus und jede andere Form der Menschenfeindlichkeit, unbedingte Achtung der Menschenwürde, Aufklärung und Respekt.“

Über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 30. Januar 2027 entschieden. Die Bundesländer benennen zurzeit ihre Wahlleute für die Bundesversammlung, obwohl die schwarz-rote Koalition in Berlin sich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten festgelegt hat.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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