Vermittlungsmission

Selenskyj: Russland beschießt vor US-Besuch Kiewer Flughäfen

Selenskyj unterstellt den Russen demonstrative Angriffe auf die Flughäfen von Kiew. (Archivbild)

Selenskyj unterstellt den Russen demonstrative Angriffe auf die Flughäfen von Kiew. (Archivbild)

Von dpa

Kurz vor dem erwarteten Besuch von US-Unterhändlern in Kiew haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Flughäfen der Hauptstadt beschossen. Die Flughäfen Schuljany und Boryspil seien demonstrativ zum ersten Mal seit einiger Zeit angegriffen worden, schrieb er in den sozialen Netzwerken.

Selenskyj unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. „Die russischen Treffer auf die Airports sind eine Reaktion auf die Diskussionen und die Vorbereitungen darauf, dass die US-Seite mit dem Flugzeug in die Ukraine kommen und am Kiewer Flughafen oder in Boryspil landen könnte“, schrieb er. Die Ukraine werde ihre Drohnenangriffe zur Lähmung des russischen Flugverkehrs kommende Woche entsprechend ausrichten, drohte er.

Kein Flugverkehr über der Ukraine - Ausnahme für Witkoff?

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, werden am Sonntag zu ihrem ersten Besuch in Kiew erwartet. Vorher sollen sie in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin sprechen. Berichte über eine russische Drohnenattacke auf Schuljany hatte es schon am Freitag gegeben. Zu Schäden oder Verletzten wurde nichts bekannt.

In der Ukraine ruht seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 der zivile Flugverkehr. Für einen sicheren Flug Witkoffs nach Kiew wären ukrainische Erlaubnisse, aber auch russische Sicherheitsgarantien erforderlich. Schuljany ist der alte Flughafen der ukrainischen Hauptstadt und liegt im Stadtgebiet. Als er zu klein wurde, wurde in der Kreisstadt Boryspil etwa 20 Kilometer östlich von Kiew ein neuer internationaler Airport gebaut.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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