Russlands Angriffskrieg

Premier Burnham macht erste Auslandsreise: Besuch in Kiew

Der ukrainische Präsident Selenskyj war für Premier Burnham der erste Staatsgast nach dessen Amtsübernahme. (Archivbild)

Der ukrainische Präsident Selenskyj war für Premier Burnham der erste Staatsgast nach dessen Amtsübernahme. (Archivbild)

Von dpa

Seine erste Auslandsreise im Amt führt den neuen britischen Premierminister Andy Burnham heute in die Ukraine. Großbritannien stehe unerschütterlich an der Seite des von Russland angegriffenen Landes - und das „so lange wie nötig“, erklärte Burnham in einer Mitteilung seines Büros. „Russland sollte unsere Entschlossenheit nicht anzweifeln. Wir werden nicht aufgeben, bis es einen gerechten und dauerhaften Frieden gibt“, heißt es darin. Die Sicherheit der Ukraine sei auch wichtig für die Sicherheit Großbritanniens.

Die Regierung in London erlaubt dem französisch-britisch-italienischen Rüstungsunternehmen MBDA die Weitergabe geheim eingestufter Informationen, um Kiew die Fertigung von Marschflugkörpern vom Typ Scalp in der Ukraine zu ermöglichen, wie Burnhams Büro in der Nacht weiter erklärte. Die Freigabe der Informationen für die britischen Komponenten der Marschflugkörper ermögliche es der Ukraine und auch Frankreich, eine Produktion in der Ukraine zu etablieren.

Kiews Militär nutzt die von Großbritannien und Frankreich bereitgestellten Marschflugkörper mit einer Reichweite von mehr als 250 Kilometern bereits. In Großbritannien wird das Geschoss Storm Shadow genannt, in Frankreich Scalp. Die Marschflugkörper ermöglichen der Ukraine präzise Angriffe auch weit hinter der Frontlinie.

Ukraine feiert 35 Jahre Unabhängigkeit

In Kiew will Burnham heute zusammen mit anderen internationalen Gästen an den Feierlichkeiten zum 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine teilnehmen. Dabei werde er auch Präsident Wolodymyr Selenskyj treffen, hieß es. Selenskyj war Ende Juli nach Burnhams Amtsübernahme dessen erster ausländischer Staatsgast in Großbritannien gewesen.

Geplant ist heute auch eine Videoschalte der sogenannten Koalition der Willigen. Der Austausch soll nach Angaben der Nato und aus Frankreich von Burnham, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ausgerichtet werden. EU-Ratspräsident António Costa will wie Burnham von Kiew aus teilnehmen. Für die Nato soll sich die stellvertretende Nato-Generalsekretärin zuschalten.

Die Ukraine erlangte am 24. August 1991 ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Im seit viereinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands, bei dem Kiew die Kontrolle über Teile seines Staatsgebiets an den verfeindeten Nachbarn verloren hat, verteidigt das Land seine Souveränität mit Hilfe westlicher Staaten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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