Krieg in der Ukraine

Polen: Abgestürztes Geschoss war russische Rakete

Polnische Einsatzkräfte in der Nähe des Ortes, wo ein Flugobjekt eingeschlagen ist. (Foto aktuell)

Polnische Einsatzkräfte in der Nähe des Ortes, wo ein Flugobjekt eingeschlagen ist. (Foto aktuell)

Von dpa

Bei einer über Polen abgestürzten Rakete handelt es sich nach Angaben der Regierung in Warschau tatsächlich um einen russischen Marschflugkörper. „Ich habe mit dem Einsatzleiter, General Ireneusz Nowak, gesprochen, und wir können mit voller Verantwortung bestätigen, dass es sich um eine russische Ch-101-Rakete handelt“, sagte Vizeverteidigungsminister Cezary Tomczyk am Donnerstagabend dem Radiosender Rmf.fm. Dies sei ein Marschflugkörper, der potenziell sehr gefährlich sei und auch Atomsprengköpfe transportieren könne. Die Rakete sei beim Aufprall explodiert.

Ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Lublin sagte am Freitag, im Einschlagskrater habe man viele Trümmerteile sichergestellt, darunter auch den Antrieb und die Elektrik. Die sichergestellten Materialien ließen die „eindeutige Schlussfolgerung“ zu, dass der Marschflugkörper vom Typ Ch-101 im zweiten Quartal 2026 in einem Rüstungsbetrieb in der Region Moskau hergestellt worden sei.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Verletzung des polnischen Luftraums und wegen Verursachung einer Katastrophe in der Luftfahrt, die das Leben und die Gesundheit vieler Menschen gefährdet habe.

Am Donnerstag war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des Nato-Staats Polen eingedrungen und abgestürzt. Der Absturzort auf einem Feld nahe dem Ort Tarnawa Kolonia liegt südlich der Stadt Lublin und 90 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Es gab keine Verletzten.

Die Regierung in Warschau hatte am Donnerstag zunächst davon gesprochen, dass es sich mutmaßlich um eine russische Rakete handelte. Genauere Untersuchungen sollten Gewissheit bringen, hieß es.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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