Migration

Hunderte Migranten gelangen auch in zweite spanische Exklave

In den spanischen Norafrika-Exklaven Ceuta und Melilla haben Hunderte Menschen die Grenze überwunden.

In den spanischen Norafrika-Exklaven Ceuta und Melilla haben Hunderte Menschen die Grenze überwunden.

Von dpa

Auch in der zweiten spanischen Nordafrika-Exklave Melilla haben Hunderte Migranten die Grenze überwunden. Etwa 400 Menschen seien über zwei Grenzübergänge von Marokko aus auf dem Landweg und über einen Damm im Süden der Stadt in das Gebiet gelangt, sagte der Präsident der autonomen Stadt, Juan José Imbroda, dem Radiosender Cope am Donnerstagabend. Die Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gehalten.

In der 250 Kilometer westlich gelegenen Exklave Ceuta ist die Lage weiter angespannt. Schätzungen aus Polizeikreisen zufolge könnten innerhalb weniger Tage mehr als 20.000 Menschen aus Nordafrika überwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt sein, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete. Mindestens 16 Menschen seien bereits tot aus dem Wasser geborgen worden.

Junge Migranten übernachteten in Ceuta auf den Straßen.
Junge Migranten übernachteten in Ceuta auf den Straßen.
Junge Migranten übernachteten in Ceuta auf den Straßen.
Schätzungen zufolge kamen innerhalb weniger Tage mehr als 10.000 Menschen überwiegend schwimmend nach Ceuta.
Schätzungen zufolge kamen innerhalb weniger Tage mehr als 10.000 Menschen überwiegend schwimmend nach Ceuta.
Schätzungen zufolge kamen innerhalb weniger Tage mehr als 10.000 Menschen überwiegend schwimmend nach Ceuta.
Zahlreiche Menschen kamen bei dem Versuch ums Leben.
Zahlreiche Menschen kamen bei dem Versuch ums Leben.
Zahlreiche Menschen kamen bei dem Versuch ums Leben.
Die Zentralregierung in Madrid ordnete den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an.
Die Zentralregierung in Madrid ordnete den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an.
Die Zentralregierung in Madrid ordnete den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an.

In der Nacht auf Freitag übernachteten in Ceuta hunderte junge Migranten auf den Straßen, wie eine Reporterin der Zeitung „El País“ berichtete. Viele von ihnen trügen kaum etwas am Leibe. In der Nacht und auch am Freitagmorgen kamen dem Bericht zufolge weiter Hunderte Menschen über die Grenze.

Die Zentralregierung in Madrid ordnete Medienberichten zufolge den Einsatz von in Ceuta stationierten Armee-Einheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an. Ministerpräsident Pedro Sánchez reist heute in das Gebiet.

Die Bilder aus Ceuta wecken Erinnerungen an die Ereignisse vor fünf Jahren. Im Mai 2021 waren innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen von Marokko aus in die Exklave gestürmt.

Obwohl Marokko 1956 die Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien
erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven, Ceuta und Melilla. Beide werden von Marokko beansprucht. In der Nähe beider Gebiete warten oft Tausende Menschen - vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara - auf eine Gelegenheit, in das zur EU gehörende Gebiet zu kommen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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