Sieg bei Kommunalwahl

Österreich: Neuer Wahlsieg für Kommunisten in Großstadt Graz

Es ist der zweite Wahlsieg der KPÖ in Folge in Graz. 2021 hatte Elke Kahr überraschend die ÖVP aus dem Bürgermeister-Amt verdrängt.

Es ist der zweite Wahlsieg der KPÖ in Folge in Graz. 2021 hatte Elke Kahr überraschend die ÖVP aus dem Bürgermeister-Amt verdrängt.

Von dpa

In Österreichs zweitgrößter Stadt Graz haben die regierenden Kommunisten (KPÖ) ihre Position als stärkste Partei deutlich ausgebaut. Laut dem vorläufigen Wahlergebnis der Grazer Kommunalwahl stimmten 35,6 Prozent für die linke Partei, ein Zuwachs von rund 7 Prozentpunkten.

Damit weicht Graz - die Hauptstadt der Steiermark - stark von der allgemeinen Stimmung in Österreich ab: In bundesweiten Umfragen liegt die oppositionelle rechte FPÖ seit langem weit vor der konservativen Kanzlerpartei ÖVP und allen anderen Parteien.

Es ist der zweite Wahlsieg der KPÖ in Folge in Graz: 2021 hatte die KPÖ-Politikerin Elke Kahr überraschend die Kommunalwahl gewonnen und die ÖVP aus dem Bürgermeister-Amt verdrängt. Kahr war bereits unter ÖVP-Stadtregierungen Stadträtin gewesen.

Die Kommunistin Elke Kahr ist seit 2021 Bürgermeisterin von Graz.

Die Kommunistin Elke Kahr ist seit 2021 Bürgermeisterin von Graz.

Die 64-jährige Bürgermeisterin Kahr setzt in der Stadt mit rund 350.000 Einwohnern vor allem auf die Themen leistbares Wohnen, Infrastruktur und Bürgernähe. Die Mandatsträger der Kommunistenstellen einen Großteil ihrer Bezüge für Menschen in Notlagen zur Verfügung.

In Deutschland hat jüngst Die Linke beschlossen, die Diäten ihrer Abgeordneten im Bundestag und im Europaparlament auf eine Höchstgrenze von 5.300 Euro brutto im Monat zu deckeln und den Rest an Sozialfonds abzugeben.

Internationale Schlagzeilen machte Graz vor einem Jahr. Im Juni 2025 richtete ein 21-Jähriger ein Blutbad an seiner ehemaligen Schule an. Er erschoss zehn Menschen. Danach tötete er sich selbst.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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