Venezolanische Opposition

Nobelpreisträgerin Machado will bald nach Venezuela zurück

Venezuelas Oppositionsführerin Maria Corina Machado will möglichst bald in ihr Heimatland zurückkehren. (Archivbild)

Venezuelas Oppositionsführerin Maria Corina Machado will möglichst bald in ihr Heimatland zurückkehren. (Archivbild)

Von dpa

Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado will möglichst bald wieder in ihrem Heimatland sein, um den politischen Wandel aktiv zu gestalten. „Der Zeitpunkt für meine Rückkehr ist gekommen“, sagte die Friedensnobelpreisträgerin in einem Interview des „Wall Street Journal“. Sie könne den Prozess nicht von außen leiten.

Einen genauen Termin für ihre Rückkehr nannte die liberale Politikerin aber nicht. Der Startbefehl zur Abreise könne „in zehn Minuten oder in zehn Tagen kommen - oder noch später“ erfolgen, so die 58-Jährige.

Machado hält sich derzeit in Panama-Stadt auf. Sie hatte Venezuela im Dezember vorigen Jahres heimlich verlassen, um an der Nobelpreisverleihung in Oslo teilzunehmen.

Im Juni wollte sie angesichts des Erdbebens nach Venezuela zurückkehren. Doch die US-Regierung, die eng mit der Regierung der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeitet, hielt ihr Ansinnen laut Medienberichten für unangebracht. Mittlerweile erklärte US-Außenminister Marco Rubio, Machado könne jederzeit in ihr Heimatland zurückkehren.

Konkrete Pläne für die Rückkehr

Für ihre Rückkehr hat sie konkrete Pläne. Die oberste Priorität ihres Teams bestehe darin, die Grundlagen für rasche Präsidentschaftswahlen zu schaffen, bei denen sie kandidieren will, so Machado. Die Wählerverzeichnisse müssten dazu aktualisiert werden.

Nach ihrem Willen sollen Tausende von Bürgerversammlungen im ganzen Land stattfinden, bei denen die Ideen für einen nationalen Übergangsplan gesammelt werden sollen. Machado selbst plant ihren Angaben zufolge eine Wahlkampftour durch alle 23 Bundesstaaten.

Derzeit bemüht sich Machado darum, Befürchtungen in Washington zu zerstreuen, ihre Anwesenheit könne eine Herausforderung für den Übergangsprozess darstellen: „Genau das Gegenteil ist der Fall“, sagte sie.

Gleichwohl äußert sich Machado zunehmend unverblümt über die Chefin der Übergangsregierung: „Delcy Rodríguez steht für Chaos.“ Alles, was diese bislang getan habe, sei unter Zwang erfolgt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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