Korea-Konflikt

Nach Minenexplosion: Nordkorea streitet Verantwortung ab

Kim Yo Jong, Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, weist jegliche Verantwortung ihres Landes für den Vorfall zurück.

Kim Yo Jong, Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, weist jegliche Verantwortung ihres Landes für den Vorfall zurück.

Von dpa

Nordkorea hat die südkoreanische Darstellung zu einer Minenexplosion mit drei verletzten Soldaten zurückgewiesen und im Falle einer Eskalation mit Vergeltung gedroht. Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester von Machthaber Kim Jong Un, bezeichnete die Militärführung Südkoreas als „Militärgangster“ und deren Untersuchungsergebnisse als „inszenierte Verschwörungsfarce“.

Damit nahm sie Bezug auf eine Aussage des südkoreanischen Generalstabs, wonach eine Explosion am 21. September im südlichen Grenzgebiet der innerkoreanischen Grenze mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine nordkoreanische Landmine ausgelöst worden sei. Zwei südkoreanische Soldaten wurden schwer verletzt, ein weiterer leicht. Am Montag sagte auch Verteidigungsminister Kang Shin Chul, man gehe davon aus, dass die Landmine von Nordkorea verlegt und höchstwahrscheinlich nicht durch Niederschläge an den Explosionsort gespült worden sei. Laut Kang ist das eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens zwischen den zwei Staaten, da die Minen südlich der militärischen Demarkationslinie verlegt worden seien.

Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul geht davon aus, dass eine von Nordkorea verlegte Mine eine Explosion ausgelöst hat, bei der drei südkoreanische Soldaten verletzt wurden.
Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul geht davon aus, dass eine von Nordkorea verlegte Mine eine Explosion ausgelöst hat, bei der drei südkoreanische Soldaten verletzt wurden.
Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul geht davon aus, dass eine von Nordkorea verlegte Mine eine Explosion ausgelöst hat, bei der drei südkoreanische Soldaten verletzt wurden.
Die Demilitarisierte Zone (DMZ) trennt die zwei Staaten.
Die Demilitarisierte Zone (DMZ) trennt die zwei Staaten.
Die Demilitarisierte Zone (DMZ) trennt die zwei Staaten.

Nordkorea kündigt im Falle einer Eskalation Vergeltungsschläge an

Kim Yo Jong stritt nun in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Stellungnahme ab, dass nordkoreanische Soldaten jemals die Grenze zwischen den zwei Staaten überschritten hätten. Zudem warnte sie, dass Nordkorea „unverzüglich und gnadenlos“ Vergeltungsschläge durchführen werde, sollte das südkoreanische Militär auf nordkoreanische Soldaten schießen.

Nordkorea hat seine Grenzsicherung seit 2024 deutlich verstärkt. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs hat Pjöngjang unter anderem Landminen verlegt, Stacheldrahtzäune verstärkt und Panzerabwehrsperren errichtet.

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Koreakriegs (1950-53) formal weiterhin im Kriegszustand, da bislang kein Friedensvertrag unterzeichnet wurde. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben in den vergangenen Jahren wieder deutlich zugenommen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.