Ein Jahr Bundesregierung
Merz räumt Defizite in seiner Kommunikation ein
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Defizite in seiner Kommunikation über die Regierungspolitik eingeräumt. In einem „Spiegel“-Interview zitierte er den Philosophen Epiktet mit den Worten, dass nicht Taten die Menschen bewegten, sondern die Worte über die Taten. „Ich kann da in der Tat noch besser werden“, sagte der Kanzler. Er werde noch mehr erklären und erläutern müssen, als er das bisher getan habe. „Erklären, erklären, erklären. Sie müssen in einer Demokratie die Menschen mitnehmen.“
Merz ging auch auf die Kritik an Äußerungen ein, die von vielen Menschen als überzogen empfunden wurden, wie die zum Stadtbild in Deutschland oder zur brasilianischen Stadt Belém. „Ich bin von meinem ganzen Naturell sehr offen. Ich spreche aus, was ich für richtig halte, und nehme in Kauf, dass darüber kontroverse Debatten geführt werden“, sagte der CDU-Vorsitzende. „Ich nehme allerdings auch wahr, dass diese Sprache auf eine hypernervöse Öffentlichkeit stößt, die sich auch triggern lässt. Trotzdem will ich mich nicht verbiegen.“
Die schwarz-rote Bundesregierung ist nächste Woche Mittwoch genau ein Jahr im Amt. In den Umfragen sind Union und SPD deutlich abgerutscht. Die AfD steht inzwischen in einigen Umfragen als stärkste Partei an der Spitze.









