Nahost

Italien geleitet Handelsschiff mit Fregatte durch Meerenge

Italien will die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab militärisch gewährleisten. (Archivbild)

Italien will die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Meerenge Bab al-Mandab militärisch gewährleisten. (Archivbild)

Von dpa

Angesichts der Spannungen in der Meerenge Bab al-Mandab hat Italien in den dortigen Gewässern mit einer Militärfregatte die Durchfahrt eines Handelsschiffes abgesichert. Die „Jolly Oro“ einer italienischen Reederei wurde bei ihrer Fahrt Richtung Norden von der Fregatte „Carlo Bergamini“ begleitet, die dort im Rahmen einer europäischen Mission im Einsatz ist. Nach Angaben der italienischen Marine in Rom verlief alles ohne Zwischenfälle.

Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte erst am Vorabend angekündigt, die Durchfahrt italienischer Schiffe mit Hilfe der Marine zu gewährleisten. Das Land wollte nicht auf eine gemeinsame Entscheidung der EU warten. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte: „Wir verfügen über die Fähigkeiten, die Durchfahrt zu schützen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Bürokratie Entscheidungen verzögert und eine ohnehin schon komplexe Situation verschärft wird.“

Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hatte in einer Blitzoffensive vergangene Woche die gesamte Westküste des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie hat damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge - ein erheblicher Rückschlag für Saudi-Arabien und den internationalen Schiffsverkehr.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.