Nahost

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild)

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz. (Archivbild)

Von dpa

Der israelische Verteidigungsminister hat mit der Räumung der ganzen Stadt Gaza gedroht, sollte erneut ein israelischer Staatsbürger in das Palästinensergebiet entführt werden. Es gebe aktuell entsprechende Absichten und Geheimdienstinformationen dazu, sagte Israel Katz bei einer Gedenkveranstaltung für Soldaten, die im Jom-Kippur-Krieg 1973 getötet worden waren. Katz nannte dazu keine weiteren Details.

Er warne die islamistische Terrororganisation Hamas und ihre Unterstützer, sagte Katz und nannte dabei den Iran und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

„Sollte auch nur ein israelischer Soldat oder Zivilist entführt werden, wird die gesamte Stadt Gaza mit ihren Häusern und Terrortürmen und ihrer Million Einwohner nach Süden evakuiert“, sagte Katz. Dabei werde Israel wieder ähnlich vorgehen wie bereits im Gaza-Krieg, warnte er.

Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, israelische Soldaten im Gazastreifen seien zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen worden, weil die Hamas versuchen könnte, auf eine Serie gezielter Tötungen hochrangiger Mitglieder der Organisation zu reagieren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Krieg mit hohen Opferzahlen

Die islamistische Hamas und Terroristen anderer extremistischer Organisationen hatten während des Massakers am 7. Oktober 2023 mehr als 250 Menschen aus Israel in den Gazastreifen verschleppt. Zwei Drittel von ihnen konnten lebend nach Israel zurückgebracht werden, die übrigen Geiseln wurden getötet oder starben in der Gefangenschaft.

Der beispiellose Angriff mit rund 1.200 Toten in Israel löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 73.900 Palästinenser getötet. In der Statistik wird nicht zwischen Zivilisten und bewaffneten Kämpfern unterschieden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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