Terrorismus

50. Jahrestag: Israel gibt Geheimdokumente zu Entebbe frei

Ein an der damaligen Befreiungsaktion beteiligter Pilot wurde nach der Rückkehr auf dem Flughafen Ben Gurion gefeiert. (Archivbild)

Ein an der damaligen Befreiungsaktion beteiligter Pilot wurde nach der Rückkehr auf dem Flughafen Ben Gurion gefeiert. (Archivbild)

Von dpa

Das israelische Staatsarchiv gibt zum 50. Jahrestag der Flugzeugentführung von Entebbe erstmals eine umfassende Sammlung historischer Dokumente frei. Die Behörde veröffentlicht alle Akten zur „Operation Entebbe“, darunter auch bislang unter Verschluss gehaltene Dokumente. Die Unterlagen sollen der Öffentlichkeit einen detaillierten Einblick in das Handeln der damaligen israelischen Regierung ermöglichen.

Am 27. Juni 1976 entführten palästinensische und deutsche Terroristen eine Air-France-Maschine auf dem Weg von Athen nach Paris. Sie wollten die Freilassung von Inhaftierten in Israel, Frankreich, Deutschland und der Schweiz erzwingen, darunter auch Gefangene der linksextremen deutschen Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF).

Verwandte und Freunde bejubeln im Juli 1976 auf dem Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv die Rückkehr der Geiseln. (Archivbild)
Verwandte und Freunde bejubeln im Juli 1976 auf dem Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv die Rückkehr der Geiseln. (Archivbild)
Verwandte und Freunde bejubeln im Juli 1976 auf dem Ben Gurion Flughafen in Tel Aviv die Rückkehr der Geiseln. (Archivbild)
Netanjahu am Grab seines Bruders. (Archivbild)
Netanjahu am Grab seines Bruders. (Archivbild)
Netanjahu am Grab seines Bruders. (Archivbild)

Nach einem Zwischenstopp in Libyen flogen die Entführer nach Entebbe in Uganda. Die Terroristen ließen die meisten nicht-jüdischen Passagiere frei und hielten mehr als 100 jüdische und israelische Geiseln fest, bis eine israelische Militäreinheit diese in einer gewagten Aktion am 4. Juli 1976 befreite. Bei dem Einsatz starben alle Entführer, drei Geiseln, mehrere ugandische Soldaten sowie der israelische Kommandeur Jonatan Netanjahu, ein Bruder des heutigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Laut dem Staatsarchiv dokumentieren die Protokolle die Beratungen, die strategischen Bedenken sowie die verschiedenen Szenarien der israelischen Regierung während der Krise. Die Akten bildeten den komplexen Entscheidungsprozess ab, welcher der letztendlich erfolgreichen Militäroperation vorausging, hieß es.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.