Siebter Verhandlungstag

Textilgutachten: Faserspuren im Mordprozess um Fabian

Die wegen Mordes an dem achtjährigen Fabian angeklagte Frau schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Die wegen Mordes an dem achtjährigen Fabian angeklagte Frau schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Von dpa

Ein Textilgutachten hat im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian mögliche Hinweise auf Kleidungsstücke der Angeklagten ergeben. So sei unter dem rechten Daumennagel des Kindes eine lila-blau eingefärbte Baumwollfaser festgestellt worden, bei der es Übereinstimmungen zu einem Pullover der Tatverdächtigen gebe, sagte der Sachverständige vor dem Landgericht Rostock.

Zudem sei an einem Textil-Ärmelbündchen des Opfers eine grau-grünliche Polyesterfaser gefunden worden, die von einer Reiterhose der Angeklagten stammen könne. Der Sachverständige machte aber klar, dass eine Bewertung der Funde sehr schwer und kaum möglich sei. Es könne etwa nicht gesagt werden, wie es zu einer Spurenübertragung gekommen sei.

Der Vorsitzende Richter Holger Schütt warnte die Zuschauer vor Beginn des Prozesses vor schwer zu ertragenen Fotos, die gezeigt würden.

Der Vorsitzende Richter Holger Schütt warnte die Zuschauer vor Beginn des Prozesses vor schwer zu ertragenen Fotos, die gezeigt würden.

Im Saal 2.002 wurden auch Fotos des Leichnames von Fabian gezeigt. Der Richter hatte die Zuschauer im Saal zuvor gewarnt, dass die Fotos schwer zu ertragen seien. Wer das nicht aushalte, habe die Möglichkeit, den Saal zu verlassen. Fabians Mutter, die als Nebenklägerin persönlich am Prozess teilnimmt, war aus diesem Grund nicht zur Verhandlung gekommen. Fabians Leiche wurde angezündet und wies starke Verbrennungen auf.

Im Laufe des Tages sollte auch ein technischer Gutachter gehört werden, der die digitalen Aufzeichnungen des Autos der Angeklagten auswertete. Die 30-jährige Frau ist des Mordes angeklagt. Sie soll Fabian laut Staatsanwalt am 10. Oktober 2025 mit ihrem Auto abgeholt und später an einem Tümpel bei Klein Upahl (Landkreis Rostock) getötet haben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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