Frauen wehren sich

Tausende demonstrieren gegen sexualisierte Gewalt im Netz

Ex-Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang spricht in Hannover zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kundgebung.

Ex-Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang spricht in Hannover zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kundgebung.

Von dpa

Gegen sexualisierte Gewalt im Internet gehen Tausende Menschen in deutschen Großstädten auf die Straße. Am Donnerstag (17.30 Uhr) wird in Hamburg eine Demonstration für die Opfer sexualisierter Gewalt organisiert. Nach Polizeiangaben wurden 7.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.

Die Demonstration wird unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützt. Die Forderungen: Mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt und echte Konsequenzen für die Täter.

Anders als zunächst beabsichtigt will die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes nicht teilnehmen. „Eigentlich plante ich, dort hinzugehen, dort zu sprechen. Mittlerweile gibt es aber ernsthafte Sicherheitsbedenken,
aufgrund von Morddrohungen gegen mich“, schrieb Fernandes am Mittwoch auf der Plattform Instagram. Fernandes hatte öffentlich gemacht, dass gefälschte Pornovideos mit ihr als vermeintlicher Darstellerin in Umlauf gebracht wurden. Außerdem geht es in ihrem Fall um gefälschte Online-Profile unter ihrem Namen.

Mehrere hundert Menschen waren am Mittwoch in Hannover unter dem Motto „Sexualisierte Gewalt stoppen“ zusammengekommen. Die Veranstalter sprachen von mehr als 2.000 Teilnehmern. Die Grünen-Politikerin und ehemalige Parteivorsitzende Ricarda Lang sagte dort in einer Rede: „Wir brauchen jetzt eine Änderung der Gesetzeslage, um alle diese Frauen zu schützen.“ Deutschland dürfe nicht länger ein „Täterparadies“ sein.

Bereits am Sonntag hatten in Berlin mehrere tausend Menschen „gegen sexualisierte digitale Gewalt“ demonstriert und „Solidarität mit allen Opfern“ eingefordert. Für diesen Samstag ist in Köln eine weitere Demonstration angekündigt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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