Gerichtsverfahren in Dänemark

Streit um Umgangsrecht mit Enkeln: Block-Prozess in Dänemark

Steakhaus-Gründer Eugen Block will seine Enkelkinder wiedersehen.

Steakhaus-Gründer Eugen Block will seine Enkelkinder wiedersehen.

Von dpa

Vor einem dänischen Gericht streiten der Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“ und sein früherer Schwiegersohn um Blocks Umgangsrecht mit seinen beiden jüngsten Enkelkindern. Sowohl Eugen Block als auch Stephan Hensel, der Ex-Mann von Blocks Tochter Christina, erschienen am Freitagmorgen zur Verhandlung in der Stadt Sønderborg, eine gute halbe Stunde Autofahrt von der deutschen Grenze entfernt.

Block gibt an, die jüngsten Kinder seiner Tochter seit fünf Jahren nicht gesehen zu haben. Er wünsche sich „natürlich“ die Kinder zurück, sagte er beim Betreten des Gerichtsgebäudes. Hensel äußerte sich zunächst nicht. Beide hatten bestätigt, dass es in dem Rechtsstreit um das Umgangsrecht geht, das Gericht machte dazu keine Angaben.

Stephan Hensel (links), Ex-Ehemann von Christina Block, kommt vor dem Gericht in Dänemark an.

Stephan Hensel (links), Ex-Ehemann von Christina Block, kommt vor dem Gericht in Dänemark an.

Die Verhandlung ist ein Nebenschauplatz eines großen Prozesses in Hamburg, bei dem Steakhaus-Erbin Christina Block angeklagt ist, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Block bestreitet die Vorwürfe.

Vorgeschichte ist langer Sorgerechtsstreit

Der Tat vorausgegangen war ein langer Sorgerechtsstreit. Nach einem Wochenendbesuch hatte der Vater die Kinder nicht wie vereinbart zur Mutter zurückgebracht. Nach der Entführung hatte ein dänisches Gericht Christina Block im Mai 2025 das Sorgerecht und das Umgangsrecht entzogen. Sie darf ihre beiden jüngeren Kinder, die mit ihrem Vater in Dänemark leben, derzeit nicht sehen und auch keinen Kontakt zu ihnen haben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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