Schüsse in Jugendeinrichtung
Gewalttat in Stade: Auch gegen Frauen wird weiter ermittelt
Nach der tödlichen Gewalttat in Stade besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft kein dringender Tatverdacht gegen die Partnerin und die Begleiterin des Hauptverdächtigen. Das Ermittlungsverfahren werde gegen alle drei wegen des Vorwurfs des Mordes geführt, hieß es am Vormittag in einer Pressemitteilung. Ihre Tatbeteiligung werde seit dem vergangenen Montag untersucht - welcher Tatvorwurf den Frauen gemacht werden könne, sei noch unklar, sagte Pressesprecherin Julia Pirk.
Der 45 Jahre alte mutmaßliche Schütze soll in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in der Stadt westlich von Hamburg anlässlich eines Gesprächs über das Sorgerecht seines drei Monate alten Kindes vier Frauen und zwei Männer getötet haben. Die Mutter des Kindes lebte mit der Tochter in dem Haus, die Begleiterin des Mannes soll das Fluchtauto gefahren haben.
Nur der 45-Jährige mit türkischer Staatsbürgerschaft sitzt seitdem wegen des Verdachts des sechsfachen Mordes in Untersuchungshaft. Der genaue Ablauf der tödlichen Schüsse wird noch rekonstruiert.
„Was genau passiert ist, werden wir so gut wie möglich aufklären“, sagte die Sprecherin. Medienberichte, wonach der Verdächtige in der Türkei bereits in Haft gesessen habe und die Gründe dafür, wollte Pirk nicht bestätigen. Die offiziellen Wege der internationalen Zusammenarbeit in Strafsachen seien aufgenommen worden. Ein möglicher Auslieferungsantrag sei nicht bekannt. Vor allem habe man aber das Interesse, die Gewalttat von Stade aufzuklären, betonte sie.









