Attacke im Unesco-Welterbe

Ranger stirbt nach mutmaßlichem Tigerangriff in Thailand

Indochinesische Tiger sind in freier Wildbahn sehr selten geworden. (Archivbild)

Indochinesische Tiger sind in freier Wildbahn sehr selten geworden. (Archivbild)

Von dpa

In einem der bedeutendsten Tigerreservate Asiens ist ein Wildhüter vermutlich von einer der streng geschützten Raubkatzen angegriffen und getötet worden. Der Ranger sei am Morgen im Wildschutzgebiet Huai Kha Khaeng im Westen von Thailand leblos aufgefunden worden, berichtete die Zeitung „Bangkok Post“ unter Berufung auf die Nationalparkbehörde. Nach ersten Erkenntnissen gehen Experten davon aus, dass der Mann in der Nähe seiner Unterkunft von einem Tiger attackiert wurde.

Der 37-Jährige war zuvor als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht zu einem Einsatz zur Vorbereitung eines Jugendcamps erschienen war. In seiner Unterkunft fanden Kollegen sein Handy und persönliche Gegenstände sowie Spuren eines Tierangriffs. Die Leiche lag rund 200 Meter entfernt an einem Bach. In der Nähe entdeckten die Ermittler frische Abdrücke von Tigerpfoten.

Thailands Umweltminister Suchart Chomklin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er ordnete eine Untersuchung des Vorfalls sowie eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen für Ranger an.

Das Huai Kha Khaeng Wildlife Sanctuary liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Bangkok und gehört seit 1991 zum Unesco-Weltnaturerbe. Gemeinsam mit benachbarten Schutzgebieten bildet es eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Südostasiens und gilt als wichtigste Hochburg des stark gefährdeten Indochinesischen Tigers in Thailand.

Nach jüngsten Angaben der Nationalparkbehörde leben heute wieder zwischen 210 und 257 Tiger in den Wäldern des Landes - deutlich mehr als in den vergangenen Jahrzehnten. Als größte Bedrohungen gelten weiterhin Wilderei und der Verlust des Lebensraums. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Indochinesische Tiger (Panthera tigris corbetti) als „stark gefährdet“ geführt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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